Druckschrift 
Smaragdinseln der Südsee : Reiseeindrücke und Plaudereien / von Alexander Pflüger
Entstehung
Seite
83
Einzelbild herunterladen
 

- 83

mich mit billigen Messern, Glasperlen, Sarongs, Kopftüchern, Tnbnk und einer Menge von blinkenden und blitzenden Kleinigkeiten.

Endlich schlug die ersehnte Abschiedsstunde. Der Dampfer von Surabaja war angekommen, und ich konnte, mit einem tüchtigen Schnupfen, als Abschiedsgabe meines feuchten Loches im Hotel, behaftet, an Bord desvan Goens" gehen. Am Ostersonntag führte unser Weg zunächst in südöstlicher Richtung durch die zahllosen kleinen Inseln und Korallenriffe des Spermunde-Archipels. Seitdem die Holländer in dieser Gegend genaue Vermessungen angestellt haben, hat die Schiff­fahrt viel von ihren früheren Schrecken verloren. Immerhin heißt es

Eingeborene in Goa.

tüchtig aufpassen und die Stellen meiden, wo grüne Färbung ein Korallen­riff anzeigt. Auch die zahlreichen von Fischern ausgesetzten hölzernen Balken, die ich anfangs für primitive Seezeichen hielt, mußten umgangen werden, und endlich sind wir außer Sicht des Landes, auf hoher See. Die nicht, wie in der Javasee, mattgrünliche, sondern kobaltblaue, herrliche Farbe des Wassers zeigt an, daß wir hier eine beträchtliche Tiefe haben. In der That ist ja Celebes von Borneo durch jene tiefe Rinne geschieden, die Wallace veranlaßte, hier die Scheidelinie zwischen Asien und Australien zu ziehen.

Im Laufe des ganzen folgenden Tages fuhren wir dicht an der

Küste entlang. Terrassenförmig stiegen hintereinander lange, gezackte

Bergreihen empor, eine weite terra. ineo^nita. Wohin das Auge blickte

6 *