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Smaragdinseln der Südsee : Reiseeindrücke und Plaudereien / von Alexander Pflüger
Entstehung
Seite
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dem Innern heranbringt, über eine Gleitbahn in das Schiff geschüttet werden. Bald liegen wir am Pier, gehen wenige Schritte zur Halte­stelle der Schmalspurbahn und fahren mit dieser durch einen Einschnitt in der Hügelkette und dann über reichbebaute Ebene in 15 Minuten nach Padang. Vom Bahnhof führt uns ein Wagen zum Oranjehotel.

Padnng, der Hauptplatz der Westküste, hat eine wechselreiche Ge­schichte. Die holländische Herrschaft, im 17. Jahrhundert hier befestigt, sank im Laufe des achtzehnten und umfaßte zu Ende desselben nur mehr wenige Küstenplätze. Insbesondere hatten die Hochlande östlich von Padang sich wieder unabhängig gemacht.

Da brach zu Anfang des 19. Jahrhunderts ein Glaubenskrieg los, der den Holländern die Möglichkeit gab, sich wieder dauernd einzunisten. Eine kleine, orthodoxe Muhammedanerpartei, Padris genannt, angefeuert durch fanatische Mekkapilger, eiferte gegen altmalayische Volksgebräuche, gegen das später zu besprechende Matriarchat, gegen Hahnenkämpfe und Wetten, gegen Betel- und Opiumgenuß, die den reinen Lehren des Islam widersprächen. Sie gelangten bald zu unbeschränkter Macht; die gesamten Hochlande nahmen die reine Lehre an, Andersdenkende, die malayische Partei, wurden mit Schwert und Vernichtung bedroht. Nun riefen verschiedene Fürsten die Holländer, gegen den Preis der Ab­tretung einzelner Landstriche, zu Hilfe. Nach jahrzehntelangem Ringen