?
aß hinten, weit im fernen Osten, eine wundersame Welt existiert, vom Geographen der Malavische Archipel genannt, das wissen wir alle aus der Schule. Daß dort unermeßliche, grüne Urwälder, Elefanten, Nashörner, braune Menschen, feuerspeiende Vulkane und Orang-Utans in buntem Gewimmel durcheinanderstehen uud -laufen, ist uns noch so halbwegs erinnerlich; auch fällt uns ein, daß ganz in der Nähe das Märchenland Neuguinea liegt, wo der wilde Menschenfresser sein Küchensteinbeil wetzt, und schillernde Paradiesvögel wie Sperlinge herumhüpfen. Richtig! Im Schulatlas waren sie ja gelb umrandet, die großen und kleinen Sunda-Jnseln, — ein notwendiger und hinreichender Grund, sie als holländischen Besitz zu betrachten! Und konnte man nicht gerade gestern im Morgenblatt die Schauermär lesen von der unglücklichen Kolonialarmee, wie sie ohne Unterlaß gegen blutdürstige Malaven kämpft, von bösen Offizieren geschunden und von Malaria dezimiert wird? Brrrr! Ein gelindes Gruselu überläuft uns vor solchen Fieberhöhlen, wo kein braver Europäer seines Lebens sicher ist, — sei es, daß ihm der Wilde in Java oder der Tiger in Borneo oder die Lo^ eoustrietor in Celebes ans Leder will, sei es, daß er sich plötzlich in die Notwendigkeit versetzt sieht, durch glühende Lavaströme zu waten oder mit dem Krakatau Spazierfahrten in die Lüfte zu unternehmen.
Und wenn ich nun so frei bin, zu behaupten, daß es auf unserm Planeten kaum einen Fleck in gleicher geographischer Breite giebt, wo man bequemer und sicherer reist, besser ißt, trinkt und schläft, wo man dabei die wunderbarsten Landschaften, die es unter den Tropen giebt, das interessanteste Volksleben, vom Urzustände des Wilden bis zur Civilisation des weichen, bequemen Javanen — jawohl! —, die prächtigsten Urwälder mit Baumfarnen, Orchideen, Papageien sehen und durch-