58 Körnten. Schulverhältnisse, deutsche Zeitungen und Theater. —Krain. Geschichte.
Demnach dürfen von den 8 Schulbezirken Kärntens vier als rein deutsch bezeichnet werden, nämlich Klagenfurt-Stadt, Svittal, St. Veit uud Wolfsberg, Im slovenischen Sprachgebiet gibt es übrigens folgende 19 deutsche Schulen! Annabichl, Arnoldstein, Bleiburg, Ebental, Ferlach, Freudenberg, Griffen, Gutenstein, Hörtendorf, Krumpendorf, Pörtschach am See, Prävalt, St. Jakob bei Klagenfurt, St. Thomas am Zeiselberg, Techelsberg. Timenitz, Unterloibl, Viktring, Völkermarkt. Außerdem bestehen 8 Kindergärten: in Klagenfurt, St. Veit, Friesach, Völkermarkt, Eisenkapvel, St. Andrä, Villach und Vleiberg, vier Bürgerschulen, vier öffentliche deutsche Mittelschulen und eine private höhere Mädchenschule. Die Lehrerbildungsanstalt in Klagensurt zählte 188 Zöglinge, von denen 165 deutsch, 15 slovenisch und 8 albanesisch als Muttersprache hatten, 172 katholischen und 16 evangelischen Bekenntnisses waren. Im Herbst 1903 ist die vor 20 Jahren eingegangene Lehrerinnen-Bildungsanstalt in Klagenfurt neu eröffnet und zugleich die erste Klasse eines Mädchenlyceums eingerichtet worden/).
Deutsche Zeitungen und Theater.
Klagenfurt, „Klagensurter Zeitung", wöchentl. 6 mal, „Freie Stimmen", wöchentl. 2 mal, „Allgemeine Bauern-Zeitung", wöchentl. 1 mal, „Kärntner Wochenblatt": Villach, „Kärntner Nachrichten", wöchentl. 2 mal; Wolfsberg, „Lavanthaler Bote" (jetzt „Unterkärntnerische Nachrichten"), wöchentl. 2 mal. — „Carinthia", Zeitschrift für Geschichte, Volks- und Altertumskunde Kärntens, die älteste historische Zeitschrift Oesterreichs, herausgeg. von Ritter v. Jaksch; jährlich 6 Hefte. Klagenfurt. 3,60 Mk.
Klagenfurt, „Stadt-Theater", verbunden mit dem Stadt-Theater in Villach.
Den deutschen Konsul siehe unter Steiermark.
VII. Krain.
^. Geschichte.
(Vgl. auch Seite 65.)
„Krains Vergangenheit hat bedeutende Namen in allen Richtungen des öffentlichen Lebens, der Kunst und Wissenschaft aufzuweisen. Seine Geschichte verdient die Liebe des Eingeborenen und die Aufmerksamkeit des Fremdlings". So sagt der krainische Geschichtsschreiber, Finanz-Direktor August Dimitz, im Vorworte seiner Geschichtswerke^).
Nach einer uralten Sage gründete Jason, der aus dem Sonnenlande Kolchis das goldene Vlies und die Medea entführte, nachdem er auf der Jster (der Donau) in die Save und aus dieser in die Laibach gefahren war, an dieser letzteren die Stadt Emona (Laibach).
Als Ureinwohner des Landes werden schon von Herodot die Jllurier genannt (484-424 v. Chr.), welchen die Kelten nachrückten. Der Römerherrschaft folgten die Langobarden, dann die Ostgoten, und nach deren Abzüge besetzten die Avaren das Land; mit ihnen gemeinsam erschienen zum ersten Male um 568 die Slaven, deren südöstlichster Zweig die Slovenen waren.
Gustav Lenz in Dtsch. Erde II, 81. « c^^NN^^s der ältesten Zeit bis 1813, Laibach 1874-76, 4. Bd. k-MW?^ Krams, Lawach 1886; Die Habsburger und ihr Wirken in Krain
1282-1882, Lawach 1883; vergl. auch „Argo, Zeitschrift für Krainer Landeskunde".