Vorwort
W«W^chon als ganz kleines Ding bin ich viel in der Welt herum- gekommen. Mein kleines Hirn mußte frühzeitig viele Eindrücke verschiedenster Art in sich ausnehmen. Mit
^-^ zwöls Jahren gab man mich in ein adliges Damenstist.
Da trat der Umschlag ein. Aus dem lachenden, sorglosen Kinde wurde ein gedankenvoller, ernster Backfisch, an dem nichts hübsch war außer den langen, blonden Zöpfen.
Das Leben erschien mir durch traurige Familienverhältnisse und die strenge, ernste Erziehung durchaus nicht rosig. Gar bald hatte ich, beeinflußt von meiner Mutter, nur noch den einen Wunsch: Arbeiten und lernen, um selbständig zu werden.
Aus dieser Stimmung heraus bestand ich, knapp achtzehn Jahre alt, mehrere Examina, unterrichtete vier Jahre an einer höheren Mädchenschule im Westen Berlins und ging nach England. Ich lernte und studierte. In die Heimat zurückgekehrt, hörte ich mit vielem Eifer philosophische und theologische Vorlesungen an der Berliner Universität.
Wie ein roter Faden zieht sich die Liebe zu Afrika durch mein Leben von Jugend auf. Mein ältester Bruder Hans und mein Vetter Themis, mein jetziger Mann, malten mir in glühenden Farben Afrika, das Land ihrer Träume.