Kosten bei Tnigerreiien,
Arabien und Indien unterhält, ist Zansibar nach wie vor der Haupt- sammel- und Güterstapelplatz! —
Die Betrachtung des Karawanenverkehrs zeigt, daß die englische Bahn weiter anziehend auf den Lastentransport wirkt. Das Erfreuliche dabei ist zunächst, daß eine Menge Träger, welche früher monatelang (außer für die Geruchsorgane der weißen Passanten) recht unproduktiv die Karawanenstraßen entlang trotteten, für nutzbringendere Beschäftigungen frei werden. Trotzdem Zahlen nach Möglichkeit vermieden werden sollen, seien 2 Jahre Trägerverschiebung verglichen. Es gingen an Handels lasten (Wachs, Kautschuk, Häute usw.) von Tabora aus nach Bagamoyo 1904/05: 7242, 1907/08.- 983: nach Muanza zum Anschluß an die Ugandabahn 1904/05: 3259, 1907/08: 13082.
Für denjenigen, den die Kostenberechnung für eine Privatreise mit Trägern in der Kolonie interessiert, sei bemerkt, daß zurzeit der Lohn für einen Träger einschließlich seiner Verpflegung im Durchschnitt pro Tag Vs Rup. beträgt. Für ein Reisegepäck von 20 Lasten entstehen pro Tag somit 10 Rup. Unkosten. Für kleinere Reisen von 8—14 Tagen genügen 7—10 Träger. Anzunehmen ist, daß die Trägerpreise und -ansprüche steigen werden.
Die im Schutzgebiete zur Erhebung gelangten eigenen Einnahmen betrugen 1907:
Häuser- und Hüttensteuer rund 2'/. Millionen Mark Zölle 2-/4 Gewerbesteuer „ „
Sonstige Einnahmen 1 „ „
Insgesamt über 6Vz Millionen Mark.
Ein weiteres Eingehen auf Einzelheiten würde über den Zweck einer allgemeinen Orientierung hinausgehen. Es muß dieserhalb auf die Jahresberichte selbst verwiesen werden.
III. Kapitel.
Über ewige oltakrjkaliilcke Probleme 6er Gegenwart.
Im Vordergrund des Interesses steht die Frage: „In wie weit kann Deutsch-Ostafrika durch Deutsche besiedelt werden?" Unter Besiedelung ist dauernde Niederlassung mit Familie zu verstehen.