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Deutsch-Ost-Afrika : eine Schilderung deutscher Tropen nach 10 Wanderjahren ; die Schutztruppe ; Reisen und Expeditionen im Innern ; Land und Leute ; Wild, Jagd und Fischerei ; wirtschaftliche Verhältnisse / von Heinrich Fonck
Entstehung
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Kreuz und quer in Ostafrika.

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vorkommt. Hier erlegte Major von Wißmann als Gouverneur seiu ein­ziges Exemplar dieses in weiten Gebieten der Kolonie bereits sehr selten gewordenen Wildes in Gestalt eines ausgewachsenen Bullen.

II. Kapitel.

Kreu? un6 quer in OltciknKci.

Durch die Forschungen der letzten 15 Jahre ist das Innere der Kolonie so genau bekannt geworden, daß bereits ein zuverlässiges, an Einzelheiten reiches Kartenmaterial von derselben geschaffen werden konnte, dessen Grundlagen in der Hauptsache durch die freiwillige, mühevolle und auf­opfernde Landesaufnahme mit Kompaß und Uhr durch zahlreiche Offi­ziere, Beamte, Missionare und eiuzelue Privatpersonen gegeben wurden.

Daß Ostafrika überhaupt uicht schou viel früher genauer bekannt geworden ist, liegt in dem Mangel an bis weit in das Innere schiffbaren Flüssen begründet. Wasserstraßen von i Wert für die Schiffahrt sind leider alle ostafrikanischen Flüsse nicht, wenn auch einige im Landesinnern selbst zur Trockenzeit große Strecken befahreu werden können. Untiefen, überaus wechselnder Wasserstand, Barren, Felsen und Katarakte ließen alle Versuche, die natürlichen Verkehrsstraßen nutzbar zu machen, bisher nicht vou Erfolg begleitet sein. So würde der Pangani eine unschätzbare Verbindung von der Küste bis zum Fuße des Kilimandjaromassivs dar- stelleu, wenn nicht zahllose Schnellen und Felsbildungen deu Fluß in dieser Hinsicht entwerteten.

Die prachtvollen Bergländer von Usambara durch die Bahn erst zur Möglichkeit gekommen, der Sitz intensiver Plantagenwirtschaft zu werden das ganze Paregebirge, der diesem gegenüberliegende Teil der Masaisteppe und schließlich der gewaltige Gebirgskomplex des Kilimand- jaro, der alle Klimate der Erde vereinigt und dessen 6000 Meter hoher! Gipfel unter ewigem Eise verborgen liegt, wären schon lange zu wirtschaft­licher Ausnutzung reif gewesen, hätte ein Zauberwort die hindernden Felsen aus des Flusses Bett verbannen können. Ganz ähnlich liegen die Ver­hältnisse bei den anderen Wasserstraßen, deren Quellflüsse alle küsteu- fernen Gebieten entströmen.

Von der Küste westwärts steigt das Land allmählich unter Bilduug ausgedehnter Hochflächen bis zu Höhen von 10001400 Meter an, auf