I. Capitel.
Keile-ejnörücke.
Es ist eine Iveilig erfreuliche lLrfcheiilnng, das; auch h^te ,'och lu iveileren Kreisen der Heiulat alv man annehmen sollte nnd siir u.ögiich hallen könnte, die einfachsten Verrisse iiber Afrika nnd unsere asrikani?ch^n Kolonien völlig uilklar dnrcheinanderlanfen. Wer weis; überhaupt unr eiuigermaßeu Bescheid? Ostafrika, Südwestafrika nnd Kamerun N'erden anch hente noch selbst voil „Gebildeten" miteinander vermechselt oder siir dasselbe gehalten, Daressalam nach Kamerun, Sansibar in den perjiichen Golf und der Kilimandjaro in den ^ongostaal verteil oder irgendlvo in Asreu vermutet.
Mit rührender Harmlosigkeit legt man nilv täglich in der Heimat frugen vor, die von einer ebenso betrübenden, wie erstaunlichen Untenut ms iu.den elemeiltarstell Begriffen über unsere Kolonien ^eugnio eblegeu. Au^- eigenen Erfahrungen ähnliche wird mir ziemlich jeder "Afrikaner bestätigeil greife ich ein Gespräch über Ostafrika heraus: Also Sie gehen uach Ostasrika? So so! wie interessant! Ostafrika sagten Sie doch, nicht wahr? — Jawohl! - - Ach, sagen Sie mal, könnten Sie mir da nicht eineil großeil Gefallen tun? ^ Gern! ^ch habe da nämlich einem guten Freuud in Kameruil, den >v?errn Älüller. Weiln Sie den mal sehen sollten, dann grüßen Sie ihu doch recht herzlich voll mir!
„Aber mit dem größten Vergnügen, natürlich! Den sehe ich ganz sicher", lautet die verzweifelte Autwort.
Soll ich nicht vielleicht noch einen andereil Freuud voll Ihnen in Brasilien grüßeil, wenn ich mal nach Sumatra reise? Die Hauptstädte von Kamerun uud Deutsch-Ostasrika liegeu ja auch „uur" 3400 Kilometer von einander entfernt, etwa wie Madrid von Moskau!