Ginleitung.
Es liegt nicht,in meiner Absicht, in dieser Abhandlung, welche kurz nber das Land und seine Bewohner allgemein orientieren soll, mit wissenschaftlichen Erörterungen hervorzutreten.
Was über das Land Ostafrika zur Zeit gesagt uud geschrieben werden kann, ist noch viel zu wenig bekannt. Ich gebe hier eine knappe Beschreibung der Kolonie, welche Eindrücke, die ich auf meinen jahrelangen Wanderungen durch fast alle Teile derselben empfand, wiederspiegeln soll.
In Bezug auf den Landeseinwohner — den Neger schlechtweg — liegt es mir fern, ihn nach Rassen- und Stammeseigentümlichkeiten, nach der Form und Dicke seines Schädels, nach Maß und Gestaltung seiner Knochen und Glieder oder der Unzahl jener einen Jünger der Wissenschaft entzückenden Verschiedenheiten der Stämme uud Jndividueu zu beschreiben. Lassen sich auch Einzelheiten genannter Art nicht vermeiden, so erscheint es mir im Interesse des Verständnisses seiner Eigenart und der in allen kolonialen Fragen so notwendigen richtigen Behandlung der Eingeborenen wichtiger, den Versuch zu machen, den Neger mehr rein als „Menschen^ näher zu bringen, ihn als solchen kennen und seiner geistigen Verfassung nach beurteilen zu lernen.
Die vorhergehenden beiden Schilderungen „Die Schutztruppe, ihre Geschichte, Organisation Md Tätigkeit", sowie „Reisen und Expeditionen im Innern" werden gewiß manchem Leser der nach- steheuden Schilderung eine iwillkommene Ergänzung gewähren.
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