Streifzüge, Jagd. Heimatsurlaub,
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Der Weg nach Kionda's Sitz — unsere mühevoll errungene Annäherungslinie — wurde ebenfalls auf durchweg 6—8 Meter verbreitert. Streifzüge zum Rovuma und im ganzen Makondeplateau umher nahmen Wochen angestrengter Märsche in Anspruch.
Von sämtlichen zurückgelegten Wegen nahm ich die Noute auf.
In der Nähe vou Luagara bot die Jagd auf die zahlreichen Warzenschweine unterhaltende Abwechselung. In der Steppe bei Li- limbe gab es noch etwa Vs Dutzend Nashörner, von denen ich jedoch nur eins zu Gesicht bekam, als es aus mich losrannte und 20 Meter vor mir flüchtig in den Busch abschwenkte. Schießen konnte ich nicht, denn ich hatte nur einen hierzu durchaus uicht eingerichteten kleinen Kodak in der Hand und mein Boy mit der Büchse war mal wieder grade nicht da oder hatte sich bereits gedrückt. — Die Pferdeantilope war nicht selten. Am Rovuma kam der Wasserbock häufig vor.
Einzelne Nilpferde und viele Krokodile lockten auch hier zur Jagd. Im Gebiet des Jumben Mschekenge stieß ich auf die frischen Fährten von 7 Büffeln, doch hatte die an zwei Tagen unternommene vielstündige Jagd nicht einmal den Erfolg, ein Stück dieses seltenen Wildes zu Gesicht zu bekommen.
Ende Dezember gab ich die Kompagnie in Lindi an den später in Kamerun einem Giftpfeil erlegenen Grafen Fugger von Glött ab, fuhr am 3. Januar 1900 an Bord der Rovuma nach Daressa- lam und trat von dort Ende März meinen 2. Heimatsurlaub, wie 2^2 Jahre vorher den ersten und Ende 1894 die Ausreise uach der Kolonie wieder mit dem R. P. D. „Kaiser" an. Das waren meine 3 „Kaiserreisen".
IV. Kapitel. Heus Hlcirlcke.
Am 15. Dezember 1895 traf die von der Expedition v. Trotha kommende 3. Kompagnie in Sudi ein und dampfte am nächsten Morgen auf der Rovuma nach Lindi. Hier hatte ich in aller Eile meine Sachen zu packen, denn schon für den kommenden Bormittag war die Weiterfahrt nach Kilwa befohlen.
Am 17. benahm fich die Rovuma auf der Fahrt nach Kilwa gegen den Monsum derart, daß man von „Fahren" schon nicht mehr