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Deutsch-Ost-Afrika : eine Schilderung deutscher Tropen nach 10 Wanderjahren ; die Schutztruppe ; Reisen und Expeditionen im Innern ; Land und Leute ; Wild, Jagd und Fischerei ; wirtschaftliche Verhältnisse / von Heinrich Fonck
Entstehung
Seite
99
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I. Kapitel.

Verkehrsmittel in 6er Kolonie.

Während die erste kurze Eisenbahnstrecke in der Kolonie von Tanga nach Korogwe zu den Plantagengebieten Usambaras verhält­nismäßig früh gebaut wurde, dauerte es lange Zeit, bis in der Heimat die Notwendigkeit klar erkannt war, daß nur Bahnen eine schnellere Entwickelung des Schutzgebietes ermöglichen können. Nicht wenig trug zu dieser Erkenntnis der ungeahnte Aufschwung bei, welchen unsere englische Nachbarkolonie im Norden und unser eigener an diese grenzender Bezirk Muansa nahm, als die ursprünglich aus strate­gischen Gründen gebaute Bahn von Mombassa zum Viktoria-Nyansa nach Überwindung außerordentlicher Schwierigkeiten sertig gestellt war. Zur Zeit stehen unsere Kolonien im Zeichen des Bahnbaues. In Deutsch-Ostafrika schreitet der Bau der Bahn Daressalam-Morogoro flott 'voran. Das Projekt der Südbahn Kilwa-Nyassasee scheint seiner Verwirklichung entgegen zu gehen und die Fortführung der Usam- barabahn über Mombo zum Kilimandjaro und zum Viktoria-Nyansa wird eisrig befürwortet.

Auch der Weiterbau der Morogorobahn über Tabora zum Tanganika mit ihren Anschlußstrecken wird sich als unerläßlich her­ausstellen. Unsere aussichtsreichsten und wertvollsten Länder zumal die für Ansiedelung von Weißen in Betracht kommenden liegen mit Ausnahme von Usambara der Küste fern. Eine Erschließung und Nutzbarmachung dieser Gebiete ohne Bahnen ist nicht denkbar oder kann nur in einem solchen Schneckentempo vor sich gehen, daß man ebensogut darauf verzichtet.

Mit der Morogorobahn istj ein vielversprechender Anfang ge­macht. Vorläufig kommen die bisher gebauten kleinen Bahn-Strecken