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Deutsch-Ost-Afrika : eine Schilderung deutscher Tropen nach 10 Wanderjahren ; die Schutztruppe ; Reisen und Expeditionen im Innern ; Land und Leute ; Wild, Jagd und Fischerei ; wirtschaftliche Verhältnisse / von Heinrich Fonck
Entstehung
Seite
97
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Einleitung.

Die Zeit der großen Entdeckungen in Afrika ist vorüber., Die letzten Fragen von Bedeutung, die der schwarze Kontinent noch stellte, waren mit der 1894 durch den Grafen Götzen erfolgten Entdeckung des Kivusees und der tätigen Vulkane an der Nordwest­grenze Deutsch-Ostafrikas sowie durch die wenige Jahre später er­folgte Auffindung der Nilquellen durch vr. R. Kandt eutschieden.

Große Probleme, an deren Lösung die gesamte Kulturwelt in­teressiert ist, liegen nicht mehr vor, es sei denn, daß in den noch unbe­rührten Urwäldern des zentralen Afrika Menschenrassen auftauchen, welche dazu beitragen köuntcudie Frage aller Fragen," die uach der Herkunft des Menschen selbst, der Erkenntnis einen Schritt näher zu bringen.....

Um so mehr ist nun der Detailforschuug zu tun vorbehalten. Ist die afrikanische Landeskunde in den letzten Jahrzehnten auch so weit vorgeschritten, daß es keinen weißen Fleck auf der Karte mehr gibt, so ist hiermit gleichzeitig eine Fülle neuer Aufgabeu für die Kultur- und Forschungstätigkeit entstanden, von denen die Mehrzahl erst in künftiger Zeit in Angriff genommen werden kann. Mit der fortschreitenden Erschließung des Landes durch Verkehrseinrichtungen und besonders Eisenbahnen werden diese Aufgaben in immer schnelle­rem Tempo ihrer Lösung zugeführt werden.

In Deutsch-Ostafrika gab es vor 10 Jahren noch große Länder, die so gut wie unbekannt und kaum von eines Weißen Fuß betreten waren.

Heute ist die Kolonie bis in die entferntesten Gegenden bereist und erkundet worden und wir wissen, daß sie reich an ausgedehnten und außerordentlich Wertvolleu, dichtbevölkerten Ländern ist, welche nur ihrer Aufschließung und wirtschaftlichen Ausnutzung harren.

Die vorliegende Schrift handelt von Reisen und Expediti­onen im Landesinnern. Es wird beschrieben, wie der Europäer

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