Einleitung.
Die Zeit der großen Entdeckungen in Afrika ist vorüber., Die letzten Fragen von Bedeutung, die der schwarze Kontinent noch stellte, waren mit der 1894 durch den Grafen Götzen erfolgten Entdeckung des Kivusees und der tätigen Vulkane an der Nordwestgrenze Deutsch-Ostafrikas sowie durch die wenige Jahre später erfolgte Auffindung der Nilquellen durch vr. R. Kandt eutschieden.
Große Probleme, an deren Lösung die gesamte Kulturwelt interessiert ist, liegen nicht mehr vor, es sei denn, daß in den noch unberührten Urwäldern des zentralen Afrika Menschenrassen auftauchen, welche dazu beitragen köuntcu „die Frage aller Fragen," die uach der Herkunft des Menschen selbst, der Erkenntnis einen Schritt näher zu bringen.....
Um so mehr ist nun der Detailforschuug zu tun vorbehalten. Ist die afrikanische Landeskunde in den letzten Jahrzehnten auch so weit vorgeschritten, daß es keinen weißen Fleck auf der Karte mehr gibt, so ist hiermit gleichzeitig eine Fülle neuer Aufgabeu für die Kultur- und Forschungstätigkeit entstanden, von denen die Mehrzahl erst in künftiger Zeit in Angriff genommen werden kann. Mit der fortschreitenden Erschließung des Landes durch Verkehrseinrichtungen und besonders Eisenbahnen werden diese Aufgaben in immer schnellerem Tempo ihrer Lösung zugeführt werden.
In Deutsch-Ostafrika gab es vor 10 Jahren noch große Länder, die so gut wie unbekannt und kaum von eines Weißen Fuß betreten waren.
Heute ist die Kolonie bis in die entferntesten Gegenden bereist und erkundet worden und wir wissen, daß sie reich an ausgedehnten und außerordentlich Wertvolleu, dichtbevölkerten Ländern ist, welche nur ihrer Aufschließung und wirtschaftlichen Ausnutzung harren.
Die vorliegende Schrift handelt von Reisen und Expeditionen im Landesinnern. Es wird beschrieben, wie der Europäer
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