Einleitung.
Die Eingebvrenenaufstände der letzten Jahre in den Kolonien Haben dozn geführt, daß das Interesse weiter Kreise der Bevölkerung sich mehr als bisher unseren überseeischen Besitzungen zuwendet.
Das Verstäuduis für den Zweck und den Wert derselben wächst und das Bedürfnis uimmt zu, sich über die durch vergossenes deutsches Blut vollends deutsch gewordenen Länder genauer zu unterrichten.
Man will heute selber Bescheid wissen.
Man null seine Kenntnisse erweitern.
Nachdem s. Zt. China, jetzt Südwestasrika vielen Tauseudeu deutscher Landessöhne auS dem Inland Gelegenheit geboten hatte, in die Welt zu kommen nnd sich davon ?m überzeugen, daß eS „draußen" wirklich die freunden Länder — mit ihren Schönheiten und ihren Wundern — gibt, von denen früher uur mehr oder weniger unklare Atlantenvorstellungen bestanden, ist der Gedanke und der Wunsch, sich mehr mit unseren Kolonien zu beschäftigen, tiefer in das Volk eingedrungen.
Doch nnr einem sehr kleinen Teil alter deutscheu LaudSleute ist es möglich uud vergöuut aus eigeuer Anschauung uusere schöuen Außenländer kennen zu lernen.
Die große Masse der Bevölkerung ist darauf angewiesen, sich ihre Ansicht darüber aus Schriften, Büchern, Vortrügen und zufälligen Schilderungen Bekannter, die einmal „drüben" waren, zu bilden.
Die vorliegende Arbeit bezweckt die Erweiterung und Vertiefung der Keuutuisse über uusere größte Kolonie Deutsch-Ostafrika.
Sie fiudet ihre Rechtfertiguug iu aus 10jährigen Reiseu uud Wanderungen durch die gauze Kolouie gemachten Beobachtungen uud erivorbeueu Erfahruugeu des Verfassers.
Da augenblicklich die militärischen Unternehmungen gegen die ausständischen Stämme im Vordergrund des Interesses stehen, soll die erste Schrift die Schutztrunne, ihreu Zweck uud Werdegang, ihre