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Meine Kriegs-Erlebnisse bei den Buren / von Karl Baumgart. Mit einem Geleitwort von A. H. Schiel
Entstehung
Seite
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Hier mußte es sich gnt leben. Doch ei» eigentümliches beengendes Gefühl war es für -ms, in dieser eleganten Stadt in unseren schäbigen, schmutzigen Kleidern einherzngehen.

Die beiden Offiziere waren aufmerksame, liebenswürdige Führer, die kciueu Tropfen Wein annahmen, uus sogar fort­während Zis.arrettcu anboten.

Der Glanzpnnkt des Tages war eine Flasche deutschen Expvrtbieres, die wir in einem deutschen Hotel tranken, ans gute Heinckchr, Heil und Sieg austvßeud. Es blieb jedem überlassen, welche Partei er siegen lassen wolle.

Tief in der Nacht kehrten wir nach dem Fort zurück und beinahe konnten nur singen:

War fürwahr ein schönes Fest, Wieder einmal voll gewest!"

Auf einem englischen Transportdampfer nach vlissiiigen.

Der nächste Morgen war nach diesem wuuderschöucu Tage doppelt schlimm. Wenn zu allem diesem Jammer und Graus noch ein Kater daznkommt, dann hat man wohl berechtigten Grund, die Nase hängen zn lassen. Aber auch dieser furchtbare Morgen schwand und die darauf folgenden Tage und dann mußten wir wieder einmal im Hof antreten, und ein dicker, jovialer Leutnant, seines Zeichens Londoner Advokat, rief die Namen derer auf, die mit dem uächsteu Dampfer nach Vlissingcn fahren sollten.

Aber o Schrecken, zwei lange Reihen Anfgernfener standen schon da und n,och immer kam mein Name nicht. Sollte man mich vergessen haben oder doch noch nach Cchlon schicken? Die Aufgerufenen waren alle frühere Angestellte der sogenannten ü ^c L U., der niederländischen Eisenbahn in Transvaal, die nicht mitgesochten hatten.

Endlich rief der Lentnnnt mit seiner fetten Stimme Mr. Bcunugart, Hnrrah! Mit Niesenschritten sprang ich auf die andere Seite nnd schloß mich den anderen Glücklichen an.