Oier Tage im Fort von Kapstadt.
Heute war großer Zapfenstreich und Illumination zu Ehren dcs General Baden Povel, des Verteidigers von Mafeling, der Kommandant von Kapstadt geworden war.
Im Fort fanden wir schon eine ganze Menge Leidensgefährten vor. die meistens nach Ceylon deportiert werden sollten.
Jeder von nns bekam einen blecherncn Eßnapf mit Löffel und eine wollene Schlafdcckc, die jchon durch viele Hände gegangen zu sein schien.
Nachdem wir noch einmal von einem Offizier einzeln auf- gcrufeu waren, wurden wir in Kasematten gcsichrt, um uns in dem spärlich erhellten Raume ein Plätzchen für die Nacht zn suchen.
Während die hier schon länger Einqunrtierteu die haar- stränbeudsteu Räubergeschichteu erzählten, um uns Neuankömmlingen unseren Aufenthalt noch granlicher zn machen, schlief ich, obwohl mich meine Wunde auf dem harten Lager recht schmerzte, sanft und selig ein.
Am nächsten Morgen weckten mich schon in aller Frühe Hornsignale. Ich brauchte erst einige Zeit, mn mich in meinem Quartier zurecht zu fiudeu. Aber lauge konnte ich nicht über meine Lage nachdenken, dcuu eiu Offizier forderte uns mit wcuig ciuschmcicheludeu Worten ans, nns hcranszuschecren zum Waschen.
Im Hof wareu lange Tröge aufgestellt, an denen meine Kameraden prustend und uicseud standen und Toilette machten. Nach dem Waschen trocknete mau sich mit dem dünnen Nock ab uud wurde davon wieder schmutzig. .
Tauu wurde iu zwei Glieder» angetreten mit dem Eßnapf in der rechten Faust, uud zwei Soldaten, die eine große Wanne mit Maismchlpapp tragen, gingen vom rechten Flügel langsam die Front entlang, während ein dritter mit einer Kelle jedem von nns seine Portion iu den EßimPf klatschte. Das Frühstück war einfach, aber geschmacklos und wir durften es uugezwungcn auf dem Hose gelagert einnehmen.