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verwegensten Gerichte her. Donnerstag gab es französische Küche, componiert von unserm Noßarzt. Und wenn wir einmal Kartoffeln irgendwoher bekommen konnten, dann erfreute ich als guter Schlcsier meine Kameraden mit Kartoffelklößen.
Vormarsch gegen Bloemfontem.
Anfang April war es mit dem beschaulichen Lagerleben zu Ende. Lord Roberts und General Frcnch fingen an, sich zu rühren, nachdem sie lange gcnng den entscheidenden Vormarsch vorbereitet hatten.
Wir mnßten Fühlung mit Te Wet bekomme», der östlich von Bloemfonlein an der Basutogrcnzc stand, nnd sollten die vorzüglichen Stellungen zwischen Tabu N'chn nnd Blocmfonteiu besetzen.
Es war auch die höchste Zeit, daß wir hier von Brandfort wegkamen.
Die letzten Tage im Lager waren kein Gcnnß gewesen. Von morgens bis spät abends hatte es vom Himmel gegossen, nnd nur, die wir ohne Zelte im tiefen Schmutz nnd Wasser lagen, waren der Verzweiflung nahe. Keinen trockenen Faden am Leibe haben, kein Fener anzünden zn können, an dem man sich erwärmen oder etwas Warmes kochen kaun, das nimmt auch dem Iähesteu deu Hum?r.
Dicht zusammengedrängt mit eingezogenen Schweisen standen unsere armen Pferde im Wasser, nnd wir stampften im aufgeweichten Boden herum, triefend vor Nässe, ängstlich bemüht, wenigstens die Tabakspfeife in Brand zn halten.
Endlich hatte der Himmel Einsehen, endlich zerteilten sich die grauen Wolken und die afrikanische Sonne hatte uns bald wieder getrocknet.
Am nächsten Morgen wollten Nur abmarschieren. Da gab es noch viel zu thun.
Die rostig gewordenen Gewehre wurden mit Sardineu- ö l gereiuigt, kleine Tabaksbeutel mit Thee, Salz und Tabak in den Mantel gerollt, das Snttelzeng nachgesehen und die
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