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Der Tilg wurde ausgefüllt mit Abkochen, Reit- und Schießübungen und Pfcrdepicheu. Für unsere Martini, Hßnry, Karabiner bekamen wir hier englische Le Medfort-Gewehre, denn die Mansermuuitiou fing damals schon an knapp zu werden. , Und Le Medfort-Patroucu gab es immer. Dafür sorgten die Engländer.
Unsere Muuition, Kochgeschirr und Zelte ging auf unseren beiden Ochsenwagcn verpackt voraus nach Brandfort uud am nächsten Tage folgten wir nach.
Wir hatten beim Abrücken nur das, was wir auf dem Pferd verpacken konnten, nnd glaubten, unterwegs auf unsere Bagagewagen zu stoßen. Aber wie das meistens ist. Befehle werden nur gegeben, um von den Herren Wagenführern falsch verstanden zu werden.
Nach 6 stündigem Marsch holten wir eine Abteilung Artillerie unter Kapitän Grothans nnd Leutuaut Kleiuschmidt ein.
Die Leute saßen an ihren Feuern und ließen sich den Thee und das gebratene Schasfleisch trefflich mnnden.
O, erster Abend im Feld, ich werde dich nie vergessen. Hungrig nnd frierend faheu wir der Schlemmerei im Artillerielager zu. Wir hatten im ganzen Kommando nur zwei kleine Theekessel, die zwei vorsichtige, erfahrene Feldsoldaten am Sattel mitgenommen hatten.
So mußte denn das Abendbrot durch stramme Haltung erseht uud der Magen mit Tabakqualm betrogen werden.
Wie oft ist es uns später noch so gegangen und wir nahmen es ohne Klagen ruhig hin.
Man ist doch nicht zum Vergnügen in der Front.
Am nächsten Morgen ging es mit der Artillerie zusammen weiter. Frisch klang das herrliche Reiterlied: „Wohlauf Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd" in die klare Morgenluft.
Marsch nach Brandfort.
Und mittags wurde eine halbe Stunde abgesessen, nur den Pferden die Sattelgurten loser geschnallt, dann ging es weiter,