Beim Iohannisdurger Freiwilligen-Korps.
Es waren damals viele Deutsche in der Stadt, die von Ladysmith gekommen waren und nnn ein neues Kommando suchten, nnter ihnen auch zwei meiner Kameraden vom Dampfer „Koenig." Ihnen schloß ich mich an.
Ein früherer Regieruugsbeamter, mit Namen Bliguant, der später als Unterführer des General Botha eine gewisse Rolle gespielt hat, warb in Johannesburg Leute für deu französischen Oberst Villebois de Mareuil. Er hatte gutes Pferdematerial und Mauser. Bei ihm meldeten wir uns.
Auf dem großen Sportplatz, hinter der Park-Station, hatte der Kommandant sein Quartier.
Hier waren in einem früheren Bcetsaal Kleidungsstücke, Waffen nnd Sattelzeug aufgestapelt und in der Radfahrbahn die Pferde zusammengetrieben. Im Promeuadenanzug ging ich hin und als Buer kam ich nach kurzer Zeit wieder, um mich von meinen Bekannten in der Stadt zu verabschieden. Es ging beinahe so schnell jene erste Verwandlung damals wie auf der Kammer bei den „Preußen." Dann kam der schwierigste Punkt. Wie wirst du dich mit deinem Gefechtsesel vertragen? —
Ich hatte seiner Zeit bei einem Füsilierregiment gedient und noch nie auf einem Pferd gesessen. Aber nur nicht zeigen, daß man nicht reiten kann. Immer frech und gottesfürchtig. Irgendwie wird es schon werden. Während ich mir noch mit großen Pferdeverstand verratendem Kennerblick die sich tummelnden Gäule betrachte, fragt mich der Kommandant, ob ich nicht heute Nacht mit zwei anderen Deutschen die erste Pferdewache übernehmen möchte. Das war eine brillante Gelegenheit, unbeachtet sich mit dem Schlachtroß anzufreunden. Ich war sofort bereit.
Bei dieser ersten Pserdewache machte ich unter Anleitung eines Deutschen, der früher bei den Manen gedient hatte, meine ersten Reitstudien, und sie fielen zur Zufriedenheit aus.
Am nächste» Tage trat zum ersten Male das Kommando geschlossen nn. Das Sattelzeug, das im Durchschnitt miserabel war, wurde verloost, und jeder, der schon im Besitz seines