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13. Kapitel.
Der Ausbruch des Hereroaufstandes und die Ereignisse bis zum April 1904.
Die ersten Schreckenstage. — Okahandja, Swakopmund und Windhuk, — Der Zug des Oberleutnants v. Zülow. — Eintreffen des Kanonenboots „Äabicht", ^ Die 2. Feldkompagnie. — Die ersten Verstärkungen. — Gefechte im Swakoptal, — Die Ostabteilung: Ovikokorero und Okaharui. — Die Westabteilung: Otjihinamaparero,
ie Lage im .Hererolande gab zu Ende Dezember 1903, ja noch im Anfang 1904 keinen Anlaß zu besonderer Beunruhigung. Zwar waren gerade in den letzten Monaten des Jahres 1903 verschiedene Übergriffe und Widersetzlichkeiten von seiten der Äerero vorgekommen, aber man war nachgerade daran gewöhnt, sich mit diesen, allerdings höchst unangenehmen Charaktereigenschaften des Volkes abzufinden. Auch lag ein äußerer, bemerkbarer Anlaß zu irgendwelcher Mißstimmung unter den Äerero keineswegs vor. So kam es, daß die gesamte weiße Bevölkerung des Damara- landes sich in einem Gefühl der Ruhe und Sicherheit befand, das nach dem Ausbruch des furchtbaren Aufstandes allen Beteiligten unfaßlich erschien.
Nachdem die im Kererolcmde stationierten Truppenteile nach dem Süden abgerückt waren, hatten die Behörden zudem, um keine Sicherheitsmaßregel außer acht zu lassen, in den Bezirken Omaruru, Karibik, Okahandja, Windhuk, Gobabis und Rehoboth die Mannschaften der Reserve und der Landwehr ersten Aufgebots zu den Fahnen einberufen. Aus ihnen wurden zwei, allerdings schwache, Ersahkompagnien, je eine in Windhuk und Omaruru, gebildet und außerdem die Polizeimannschaften verstärkt. Von aktiven Truppen standen im Äererolandc nur in Outjo die 4. Feldkompagnie und in Grootfontein-Nord die Distriktstruppen unter Oberleutnant Volkmann.
Die ersten auffälligen Nachrichten trafen im Januar von der Station Waterberg ein, von wo der Stationschef über eine starke 5lnruhe unter den