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Im deutschen Diamantenlande : Deutsch-Südwestafrika von der Errichtung der deutschen Herrschaft bis zur Gegenwart (1884-1910) / von Kurd Schwabe
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7. Kapitel.

Vom Dorisibrivier zur Naukluft.

Die Kämpfe in der Dorisivschlucht und an der Raukluft. Der Vormarsch in das Groß-Namaland. Waffenstillstand.

m Oktober bereits hatte sich die Maßregel des Majors v. Fran^ois, das Bastardland durch die Besetzung einer Anzahl von Wasserplätzen zu schützen, als durchaus wirksam und zweckmäßig erwiesen. Bald hier, bald dort hatten feindliche Abteilungen versucht, in das Gebiet der Rehobother einzufallen, und waren dabei auf die deutschen Grenzwachen gestoßen. So bei Gurumanas und Tsebris, wo sie durch die Tapferkeit der kleinen deutschen Besahung Z Soldaten und wenige Bastarde unter Anter- offizier Lange schwere Verluste erlitten.

In der zweiten Äälfte des November hatte Major v. Franc:ois mit dem Premierleutnant Bethe und 40 Reitern Windhuk wieder verlassen und durchstreifte die Gegend zwischen Rehoboth, Tsebris und Äornkranz. Am 2. Dezember folgte ihm der Äauptteil der Truppe, neu ausgerüstet und be­kleidet und mit Proviant und Munition reichlich versehen, unter dem Kom­mando des Premierleutnants v. Äeydebreck, 2 Offiziere (Leutnants Lampe und Eggers), 1 Arzt (Dr. Richter), 14 Auteroffiziere, 116 Reiter und 1 Ge- schütz stark.

Über Äornkranz vordringend schloß der Major den Geguer in der Dorisibschlucht ein und brachte ihm hier schwere Verluste bei. Dann wurde im Januar über Areb der Blumfischsluß erreicht und von hier gegen die Naukluft vormarschiert, in deren Felslabyrinth sich Äendrik nunmehr zurück­gezogen hatte. Äier kam es jedoch nur zu leichteren Gefechten, da die Kräfte jedes einzelnen infolge der furchtbaren Anstrengungeu dieses zehuwöchigen Feldzuges auf das äußerste erschöpft waren, der Proviant zur Neige giug, und Zug- und Reittiere kaum noch gebrauchsfähig waren. Daher gab Major