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3. Kapitel.
Hornkranz.
Tage der Vorbereitung. — Die Erstürmung von Äornkranz. — Neue Bundesgenossen. — Der zweite Zug gegen Äornkranz,
ie nächsten Tage vergingen wie im Fluge. Zwei Kompagnien wurden gebildet, die Bekleidungs-- und Ausrüstungsgegenstände, die Waffen und vor allem das Schuhzeug der Mannschaften, das sich infolge des langen Marsches in bedauernswertem Zustande befand, nachgesehen, ausgebessert oder ersetzt. Täglich wurde fleißig geschossen, ans dem großen Platze an der Feste exerziert und, wie man militärisch zu sagen pflegt, die Kompagnien „zusammengeschweißt". Die „1. Feldkompagnie" führte Premierleutncmt v. Frankens, die 2. ich.
Windhuk zählte damals erst wenige Gebäude. Auf halber Bergeshöhe lag das Wohnhaus der Äerren v. Fran-^ois mit hohem, viereckigen Turin und geräumigen wohnlichen Stuben, weiterhin nach der Feste zu das des Sekretärs Neichelt, dann das Proviantamt, in dem der Proviantmeister v. Goldammer wohute, und endlich ein Gebäude, in dein sich ein Kausladen der Firma Merrens K Sichel befand. Alle Ääuser waren aus gebrannte«?, in Windhuk selbst hergestellten Ziegeln aufgeführt.
Auch das Tal von Klein-Windhuk lernten wir in dieser Zeit kennen. Es liegt von Groß-Windhuk aus südöstlich, und der Weg von dort führt südlich des Forts an der befestigten Spitzkuppe „Sperlingslust" vorbei durch eilten engen Äohlweg und über einen Paß schroff bergab in das liebliche, dichtbewaldete Tal, das von dein fast 200 m hohen Klein-Windhuker Berg beherrscht wird.
Von den Äängen dieses Bergzuges rieseln reiche, zum Teil heiße Quellen hernieder, und gerade gegenüber, so nahe, daß man glauben könute, hinüberreichen zu können, türmen sich die wilden Bergzüge des Erosgebirges auf, Berg hinter Berg, Tal hinter Tal. Von Südosten glänzen die schroffem
Schwabe, Im deutsche» Diama»tenlande, Z