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Dreißig Jahre in der Südsee : Land und Leute, Sitten und Gebräuche im Bismarckarchipel und auf den deutschen Salomoinseln / von R. Parkinson. Hrsg. von B. Ankermann
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Die Sprache der Sulka.

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4. Die Sprache der Sulka.

Auf den ersten Blick scheint die Sulkasprache, wenn man ein Wörterverzeichnis derselben flüchtig durchgeht, eine große Ähnlichkeit mit der der Gazellehalbinsel zu haben; denn man findet in ihr eine ganze Menge vollständig gleichklingender Wörter, wie mat, K^^I, matmat, momo, mi, Kor, lul, MÄiriÄ, t-MaK, Kaur usw. Wenn man aber die Bedeutung dieser Wörter vergleicht, so besteht auch nicht mehr die ge- nngste Ähnlichkeit untereinander, und man muß sich wundern, wie eine so große Menge Wörter mit solchen von der Gazellehalbinsel ganz unabhängig von dieser doch gleiche Lautbildung erhalten hat. Mail vergleiche nur

?luf der Nordküste.

Bei den Sulka.

momo

heißt trinken

Warze

m^ri

lieben

Tanz ansehen

liÄur

Bambus

stark

Kor

Menge

heiraten

inm

//

tot

braten

lul

/,

bitten

fließen

MÄMÄ

niedr. Wasser, Riff

gähnen

1^1

graben

Rolle, Reif

liÄNA^I

Hahnenfeder

Flüchtling

v^l

//

Äaus

herstammen

VAtV^t

//

steinig

nähen, flicken

VUVU

/,

Wind, blasen

Holzscheit mit Schnur

vo

/,

Ruder

fliegen

oui

//

Wald

Feuer

WK

//

bis

allein

wlvt^K

nehmen, Spottgesang

bewundern usw.

Aus dem Gleichlaut dieser und einer ganzen Menge anderer Wörter auf Verwandtschaft der Sulka mit den Nord-Gazellebewohnern zu schließen, wäre aber ebenso verfehlt, als aus dem zufälligen Vorhanden- sein mehrerer rein lateinisch klingender Wörter wie Msr, x^nem, mea, vis, vim, vi, mulier, inopia usw., oder rein deutsch klingender Wörter, wie Speck, Speer, Tor, laut, tot, Lohn, Kot, Kuckuck, lang, leer,