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?(i»igo und ^uf.
Trommeln auf Ponape könnte uns vielleicht einen Wink geben, welchen Weg die Wanderer einschlugen.
Von melanesischen Einflüssen habe ich bei meinem Besuch nichts beobachten können, obgleich die Inseln nur etwa 87 Seemeilen von der Küste Neuguineas entfernt liegen. Doch sollen nach Angabe des Äerrn Äellwig in der Sprache manche melanesischen Anklänge zu finden sein.
2. Ninigo, Luf und Kämet.
Zwischen der Mattygruppe und den Admiralitätsinseln liegen mehrere Inselgruppen und einzelne Jnselchen, zunächst etwa 20 Seemeilen östlich von Aua die kleine Koralleninsel Manus (Allisoninsel), welche von Ninigo aus besiedelt worden ist. Diese letztgenannte Gruppe, von den Entdeckern Echiquier- oder Schachbrettinseln genannt, deren erste Inseln etwa 49 Seemeilen östlich von Manus liegen, besteht aus etwa 4l) bis 50 Schuttinseln; sie liegen fast alle in Sehweite voneinander, mit Ausnahme einiger der am nördlichsten gelegenen Jnselchen. Die annähernde Ausdehnung der ganzen Gruppe von Südwesten nach Nordosten beträgt etwa 35 Seemeilen. Sieben Seemeilen südlich von dem Südrand der Gruppe liegen auf einein eigenen Riff einige kleinere unbewohnte Inseln, ebenso etwa 15 Meilen östlich vom Ostrande die kleine Insel Afe oder Liot. Diese kleinen Jnselchen sind von Ninigo aus besiedelt, jedoch ist die Bevölkerung keine seßhafte, sondern scheint nur gelegentlich auf denselben Besuche abzustatten.
Etwa 40 Seemeilen östlich von Ninigo liegt die kleine Gruppe Luf. Sie besteht aus einem Korallenriff, auf dem sich eine Anzahl größere und kleinere Schuttinseln gebildet haben. Die Form des Riffes ist annähernd ein Oval mit einem Längendurchmesser von etwa 15 Seemeilen von Osten nach Westen und einem kürzeren nordsüdlichen Durchmesser von etwa 10 Seemeilen. Durch dies Korallenriff führen mehrere Durchfahrten in ein tieferes Bassin, welches teilweise von Korallenbänken durchzogen ist, in dessen Mitte jedoch eine Anzahl von höheren, teilweise aus basaltigem Gestein gebildeten Inseln sich erhebt, die wiederum von Strandriffen umgeben sind und zur Zeit der Ebbe trocken liegen. Die größte dieser zentralen Inseln ist Luf, ein Name, der auf die ganze Gruppe wohl unrichtigerweise ausgedehnt worden ist. Auf den Karten führt