2. Die Eingeborenen.
enden wir uns jetzt der Bevölkerung zu, so können wir auch hier wie auf Neupommern verschiedene Hauptstämme unterscheiden, welche ebenfalls, wie dort, von bestimmten Zentren ausgehend, sich über die Llmgegend verbreitet haben. So wie der gebirgige Südteil der Insel geologisch wesentlich verschieden ist von dem weniger hohen Nordwestteil, so unterscheiden sich auch die Bewohner der beiden Teile in vielen Beziehungen bedeutend voneinander. Die Bewohner des Südteiles sind, wie ich dies unter Neupommern näher begründet habe, den Bewohnern der Neulauenburg-Gruppe und der Nordost-Gazellehalbinsel nahe verwandt. Die Bevölkerung des Nordwestteiles ist sprachlich wie ethnographisch sehr verschieden von ihren südlichen Nachbarn, obgleich eine Verschmelzung beider Stämme und ein allmähliches Übergehen des einen in den anderen deutlich erkennbar ist. Die schmale Einschnürung zwischen Kures und der Ostküste, also dort, wo die letzten Ausläufer des Rosselgebirges nach Norden abfallen, ist wohl die ursprüngliche Grenze der beiden Stämme gewesen. Der Südstamm hat, diese Grenze überschreitend, sich mit dem Nordweststamm vermischt. Eine weitere Besiedlung des Nordwestteiles der Insel scheint von Neuhannover aus stattgefunden zu haben. Überhaupt finden wir bei näherer Beobachtung der Bevölkerung stark ausgeprägte Unterschiede, welche darauf hinweisen, daß hier eine Mischung sehr verschiedener Elemente stattgefunden hat. Im Südteil der Insel ist dies nicht ganz so auffallend wie im Nordwestteil. In dem letzteren finden wir jedoch neben dunkelbraunen oder schwarzbraunen Leuten, welche kaum von einem Bewohner von Buka oder Bougainville zu unterscheiden sind, helle Individuen, deren Hautfarbe nicht dunkler ist als die der Samoaner oder Tonganer. Die hellere Hautfarbe ist namentlich bei den Weibern häufig, und viele derselben erinnern trotz des krausen Haares auffallend an Polynesierinnen. Einige
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