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Dreißig Jahre in der Südsee : Land und Leute, Sitten und Gebräuche im Bismarckarchipel und auf den deutschen Salomoinseln / von R. Parkinson. Hrsg. von B. Ankermann
Entstehung
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1. Das Land.

^^ie Äauptinsel des Bismarckarchipels ist unstreitig die Insel Neu- Pommern (Neubritannien). Von ihrem nördlichsten Vorsprung, dem Kap Stephens, erstreckt sie sich zunächst in südlicher Richtung etwa 100 Kilometer bis zu der Landenge, welche diesen nördlichen Teil, die Gazellehalbinsel, mit der Äauptinsel verbindet. Dann streicht das Land gegen Südwesten etwa 200 Kilometer bis zu einer zweiten Einschnürung zw en Iacquinotbucht im Süden und Kommandeurbucht im Norden, von wo aus der Rest der Insel dann in Äauptrichtung nach Westen verläuft, eine Strecke von etwa 270 Kilometer, nach Norden hin die weit vorspringende Willaumezhalbinsel bildend. Die ganze Länge der Insel beträgt annähernd 560 Kilometer. Die Breite ist sehr variabel; vom Kap Lambert im Nordwesten bis nach Kap Gazelle im Nordosten beträgt die Breite etwa 90 Kilometer, während die Landenge, die die Äalbinsel mit der Äauptinsel verbindet, nicht viel über 20 Kilometer breit sein dürfte. Die größte Breite erreicht die Insel zwischen dem nördlichsten Punkt der Willaumezhalbinsel und dem Südkap, etwa 145 Kilometer; eine schmälere Partie befindet sich ferner zwischen Iacquinot­bucht und der Nordküste, etwa 50 Kilometer. Der Flächeninhalt der Insel und der kleinen benachbarten Gruppen beträgt ungefähr 34000 Quadratkilo­meter, d. h. annähernd so viel wie das Großherzogtum Baden und das Königreich Württemberg zusammengenommen. Die vorgenannten Zahlen machen nicht auf unbedingte Genauigkeit Anspruch. Die genaue Ver­messung der Insel ist erst vor wenigen Iahren von der Kaiserlichen Marine in Angriff genommen, und nach Beendigung derselben werden sich höchstwahrscheinlich andere Werte ergeben, da die früheren Ver­messungen und kartographischen Darstellungen, welche die Grundlage der angegebenen Zahlen bilden, anerkanntermaßen sehr oberflächlich und mangelhaft sind.

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