Vorwort des Herausgebers.
Dieses Buch hätte keines Herausgebers bedurft, wenn nicht die weite Entfernung des Verfassers von der Heimat es ihm unmöglich gemacht hätte, die mit der Drucklegung verbundenen Arbeiten selbst zu übernehmen. Denn das Manuskript, das Herr Parkinson einschickte, war druckfertig; man sah es ihm freilich an, wie man es auch dem Buche noch anmerkt, daß es nicht in einem Zuge geschrieben, sondern allmählich und stückweise entstanden ist, wie die Forschungen des Verfassers fortschritten und sich erweiterten. Es hätte nahe gelegen, den Stoff mehr sachlich und systematisch zu ordnen; aber was der Verfasser nicht für erforderlich erachtet hatte, dazu hielt sich der Herausgeber auch nicht für berechtigt. So ist alles in der Hauptsache so geblieben, wie es der Verfasser geschrieben hatte, nur Unebenheiten des Stiles und Wiederholungen, wie sie bei der Art der Entstehung des Buches erklärlich sind, habe ich nach Möglichkeit beseitigt. Sachliche Änderungen habe ich nirgends vorgenommen, auch da nicht, wo ich mit dem Verfasser nicht einverstanden bin. Das ist naturgemäß besonders bei theoretischen Erörterungen der Fall. Die Dinge haben ein anderes Gesicht, wenn man ihnen persönlich in vollem Leben gegenübersteht, als wenn man sie im Studierzimmer kritisch prüft. Vorteile und Nachteile finden sich auf beiden Seiten. Wer draußen unter den Naturvölkern lebt, kennt die tatsächlichen gegenwärtigen Zustände besser als der Gelehrte zu Hause, aber er urteilt über die Entstehung und Entwicklung dieser Zustände einseitiger, weil die Möglichkeit des Vergleiches mit verwandten Erscheinungen sehlt, zu der nur eine ausgebreitete Literaturkcnntnis verhilft. So werden auch Herrn Parkinsons Theorien, z. B. über den Ursprung der Geheimbünde, nicht überall die Zustimmung der Fachleute finden. Trotzdem habe ich alles unverändert stehen lassen, sogar die