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Vorwort des Verfassers.
Ein dreißigjähriger Aufenthalt auf verschiedenen Südseeinseln hat mich mit Land und Leuten vertraut gemacht. Von 1875 bis 1882 lernte ich von Samoa aus die umwohnenden Polynesier kennen, und nachdem ich mich in dem letztgenannten Jahre auf der Gazellehalbinsel angesiedelt hatte und nach allen Seiten von Melcmesiern umgeben war, habe ich mich bemüht, auf zahlreichen längeren Reisen und kleinen Ausflügen auch dies interessante Volk zu studieren.
Nicht nur durch wiederholte Besuche einzelner Plätze konnte ich meine Beobachtungen vervollständigen, sondern auch durch Erkundigungen bei den auf den Pflanzungen arbeitenden Eingeborenen aus allen Teilen des Bismarckarchipels und der Salomoinseln. Hier stand mir ein reiches Material zur Verfügung, welches mir ermöglichte, meine Beobachtungen zu kontrollieren und zu erweitern. Dadurch haben sich im Laufe der Jahre meine Aufzeichnungen gehäuft, aus denen ich gelegentlich einzelne Abschnitte bereits bearbeitet und veröffentlicht habe.
Von vielen Seiten bin ich aufgefordert worden, die Bearbeitung meiner sämtlichen Beobachtungen und Erfahrungen in Angriff zu nehmen. Der verstorbene Geheimrat Bastian, mit dem ich im Jahre 1894 gelegentlich eines Besuches in Deutschland häufig längere Unterhaltungen pflog über Sitten und Gebräuche der Melanesier, hat mich zu jener Zeit bewogen, die Arbeit zu unternehmen, und wenn dieselbe erst heute das Tageslicht erblickt, so liegt es daran, daß ich, je weiter ich mit der Bearbeitung fortschritt, desto mehr zu der Überzeugung gelangte, wie bruchstückartig und unvollständig meine Aufzeichnungen im großen und ganzen waren. Äberall wurden Lücken entdeckt, die nicht auszufüllen waren, überall entstanden Zweifel, ob diese oder jene Aufzeichnung wohl richtig sei. Zeitweilig ist mir die Arbeit dadurch verleidet worden, und