EINUNDZWANZIGSTES KAPITEL.
AUSSICHTEN FÜR DEN HANDEL MIT DEM ÖSTLICHEN ÄQUATORIALEN AFRIKA.
In vorläufiger Beantwortung der Fragen meiner Leser aus den Handelskreisen beschliesse ich dieses Werk über die Umgegend des Kilima-Ndjaro mit einer kurzen Zusammenstellung ihrer Aussichten und Anlagen für den Handel. Sollte ich in meiner Schilderung der Fauna und Flora des Landes oder bei meinen geographischen Darlegungen allerlei schon in frühern Kapiteln gegebene Auskünfte wiederholen, so bitte ich um gütige Nachsicht seitens der Kritiker; ich lasse mich von der Vorstellung leiten, dass der gewöhnliche Leser dieses Kapitel wahrscheinlich überschlagen wird, und dass meine im Handel beschäftigten Freunde voraussichtlich ihre Zeit nicht damit verschwendet haben, die vorangehenden Kapitel durchzulesen, sodass also keiner von ihnen die hier vorzuführenden Thatsachen vorher gesehen hat und ihre Wiederholung dazu dienen kann, ihre grosse Wichtigkeit — nach meiner persönlichen Ueberzeugung — hervorzuheben, wenn man sie vom Standpunkt dieses Kapitels in die Erörterung zieht.
Gestatten diese meine neuen Leser mir also, zunächst die physikalische Geographie dieses Landes ihnen kurz vorzuführen, welches ich als das östliche äquatoriale Afrika vorher ausführlich beschrieben habe. Für den vorliegenden Zweck können seine Grenzen also bezeichnet werden: die südliche Grenze bildet der Fluss Paivu oder Pangani; west-