ACHTZEHNTES KAPITEL.
ZOOLOGIE.
Einer Aufzählung der von mir gesammelten zoologischen Objecte will ich eine kurze Skizze der Hauptzüge der Fauna des Kiliina-Ndjaro voranschicken.
Beginnen wir mit unsern nahen Verwandten, den Affen. Ich fand im östlichen Centraiafrika eine überwiegend grössere Menge dieser Thiere als während meiner Reisen an der Westküste. Obgleich Westafrika mit Arten dieser Yierhänder wahrscheinlich besser versehen ist, als irgendein anderer Theil des Continents, so sind dort die Affen doch viel weniger zahlreich und viel schwerer zu Gesicht zu bekommen, vielleicht infolge der grössern Dichtigkeit der Wälder.
Während meines achtmonatlichen Aufenthalts am Kongo sah ich nur zweimal Affen in wildem Zustande, und dies auch nur an einer Stelle; und während meines ganzen sechzehnmonatlichen Aufenthalts im westlichen Afrika kann ich mich nur an sechs Gelegenheiten erinnern, wo ich wirklich diese Thiere im Naturzustande sah. Andererseits hatte ich kaum die Ostküste verlassen, um nach dem Kilima-Ndjaro zu marschiren, als sich die Affen zahlreich in der Wildniss zeigten.
Zuerst zögen die Paviane meine Aufmerksamkeit auf sich, wahrscheinlich die unter dem Namen Cynocephahis hama- dryas, C. Sphinx und C. babouin bekannten Arten. Wir fanden sie gewöhnlich an den Grenzen der Anpflanzungen der Eingeborenen, wo sie sich meistens von Mais und andern Nahrungsstoffen nährten, welche sie aus den Gärten ihrer