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Der Kilima-Ndjaro : Forschungsreise im östlichen Äquatorial-Afrika ; nebst einer Schilderung der naturgeschichtlichen und commerziellen Verhältnisse sowie der Sprachen der Kilima-Ndjaro-Gebietes / von H. H. Johnston. Aus dem Engl. von W. v. Freeden
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FÜNFZEHNTES KAPITEL.

DER. JIPE-SEE UND DER WEG NACH GONDJA.

Die Zeit rückte heran, wo ich Taweta verlassen und zur Küste zurückkehren musste.

Meine sechs Monate am Kilima-Ndjaro gingen zu Ende und mit ihnen die Reisemittel. Wofern mir nicht mehr Gelder bewilligt wurden, musste ich meine Träger entlassen, ihre " Löhne auszahlen, meine Arbeiten abschliessen und nach Eng­land zurückkehren, denn ohne Geld und Geldeswerth kann man in Afrika so wenig leben als anderswo. Dennoch konnte ich mich nicht an den Gedanken gewöhnen das Land zu ver­lassen, und fühlte mich so hoffnungsselig und überzeugt, dass mich in Sansibar Hülfe in irgendeiner Form oder Gestalt er­warte und ich dann in wenig Wochen mit erneutem Eifer mich am Werke finden würde, dass ich mich nicht ent- schliessen konnte, meine bequeme und wohlgeordnete An­siedelung den wilden Thieren und weissen Ameisen zu hinter­lassen, zumal der Baugrund mein eigener, durch mich selbst von den Eingeborenen von Taweta angekaufter war. Zudem ergab eine kurze Ueberlegung, dass ich viele Waaren und Hausgeräthe besässe, welche ich aus Mangel an Trägern weder nach der Küste schaffen könne, noch geradezu weg­werfen mochte; und weil ich auch meine Ziegen, Hühner, Enten, Tauben und gezähmten Strausse nicht in Stich lassen wollte, so entschied ich mich schliesslich dahin, vier Mann zur Bewachung meines Städtchens zurückzulassen mit dem Auftrage, drei Monate auf meine Rückkehr zu warten, und falls ich bis dahin nicht zurückkommen sollte, soviel von den