NEUNTES KAPITEL. AENGSTLICIIE ZEITEN.
Da ich mich für den Augenblick unter Mandara's freundschaftlicher Obhut sicher glaubte, so beschloss ich ohne weitem Verzug 18 meiner 30 Sansibarer zu Sir John Kirk in Sansibar zu schicken, um meine ersten Sammlungen von der Fauna und Flora des Kilima-Ndjaro dahin zu bringen und ihm brieflich die augenblickliche Lage der Dinge zu schildern. Je mehr ich obendrein erkannte, dass die geringe Anzahl meiner Leute ein grosses Hinderniss für meine Forschungen und ein durchaus falsches System der Sparsamkeit sei, desto mehr wünschte ich, dass Kiongwe, mein Anführer, welcher diese Karayane befehligen sollte, 30 bis 40 starke Leute in Sansibar anwerben und nebst einem weitern Vorrath notwendiger Waaren mit sich zurückbringen solle.
Es war ein gewagtes Unternehmen, die kleine Schar von 18 Mann den Pangani-Fluss entlang nach Sansibar zu schicken; da kam glücklicherweise, gerade als sie die Reise antreten wollten, Thomson's Freund, Djumba Kimemeta, in Mandara's Dorf an — es thut mir leid, sagen zu müssen, um Sklaven zu kaufen — und erbot sich, sie alle in seiner Begleitung nach der Stadt Pangani mitzunehmen. Ich nahm das freudig an, aber da meine Leute reisefertig waren, so mochte ich sie nicht müssig in meinem Lager herumschlendern lassen und sandte sie deshalb allein nach Taweta, um sich dort mit Kimemeta zu vereinigen. Es war mein grosses Glück, dass ich diese Anordnung traf. Djumba Kimemeta reiste 1 oder 2 Tage spater von Moschi ab, mit den von Mandara gekauften Sklaven. Die