Heil dir, dem König von Afrikas Bergen! Fern, unerklimmbar, tief einsam und still, Heiist ans dem Herzen der tropischen (Muten Himmelwärts hoch du dein schneeig Geflld.
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Dh deinen Mitgipfeln seil' ich als höchsten Dich allein steh'u zwischen Himmel und Erd', Erbe des Abendstrahls, Herold des Tags. Zon' über Zone bis oben zum Schneefeld, Jegliches Klima zeigst du, wie ein Index, Gleichsam ein Auszug vom Buche der Schöpfung. Dort in den gähnenden Abgründen sammeln. Niedergesendet aus Wolken und Frost, Sommers die Fäden der eisigen ({uellen Rasch sieh zu wilden krystallenen Bächen; Schmückend die Thäler. durch welche sie tändeln, Hold mit des Nordens beständigem Grün, Strömen ins Land sie des Lotos und Leu'n.
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König der Berge, dich grüssen die Brüder; Sie, die gesalbt und gekrönet vor Zeiten, Wachtthürme der Erde, Altäre des Weltalls. Nehmen dich auf in den mächtigen Bund: Montblanc, im Getöse der wilden Lawinen, Kufet dir Heil; Orizaba, der Stolze, Umgürtet \nn Buchen und palmenbeschuliet; Chimbnrazo, der Herrseber im Reiche des Mittags, Bieten im herrlichen Chore dir Willkomm.
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Keinem gebühret der Ruhm der Geschichte, Oder die stolzere Ehre des Liedes, Keinem vor dir. in Geheinmiss Gehüllter — Dir, dem Beherrscher von Afrikas liergeu, Vater des Nils und Erzeuger Aegyptens.
Der Kilima-Ndjaro", Gedicht von Bayakü Taylou (iS5"2).