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Kolonialgeschichte / von Dietrich Schäfer
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Die Portugiesen in Ostindien,

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Revolution eine Jahresproduktion von 170 Millionen Frank aufwies, in der der Zucker obenan stand. Nirgends hat die Französische Revolution so unmittelbar verwüstend gewirkt wie in dieser blühenden Kolonie.

Die in Westindien auftretenden Nationen haben auch auf das benachbarte Festland, in die Gebiete zwischen Orinoko und Amazonenstrom hinübergegriffen. In den noch heute unter englischer, französischer und niederländischer Herrschaft stehenden Teilen von Guayaua haben sich zuerst, schon um die Scheide des 16. und 17. Jahrhunderts, Niederländer und Engländer versucht, von denen aber nur die ersteren zu fester Ansiedlung oder zu Besitz gelangt sind, später dann auch Franzosen. England besitzt seinen dortigen Anteil erst seit 1803.

34. Die Portugiesen in Ostindien.

In Ostindien war ein Kolonisieren, wie es sich in den meisten Teilen Amerikas vollzogen hat, ausgeschlossen. Das Land war dicht bevölkert, reich bebaut, von Menschen bewohnt, deren äußere Zivilisation der europäischen kaum nachstand, und d,e mit emsigster Betriebsamkeit und einer dem Euro­päer unbekannten Bedürfnislosigkeit den Boden zu bauen verstanden. Hier war zunächst kein anderer Gewinn zu er­zielen als der durch den Handel. Erst im weiteren Verlaufe der Entwicklung konnte man daran denken, die Arbeitskraft der Eingeborenen in einer oder der anderen Form zur Quelle anderer Erträge zu machen.

Der Handelsgewinn war, wie schon bemerkt, von vorn­herein ein reicher. Llber er konnte uur geerntet werden unter starkem Aufwand kriegerischer Kraft. Die indischen Fürsten verfügten über militärische Machtmittel, die nicht wie jene im Inka- und Aztekenreiche im ersten Aulauf überrannt werden konnten, und die ägyptischen Mamelucken, die bisher Herren des indischen Handels gewesen waren, zeigten sich