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weiten Gebiete, die sich in derHauptsache in einem Jahrhundert, in der Zeit der Musischen Kaiser, vollzog. Es ist nicht nötig, an Reste früher hier seßhafter germanischer Stämme zu glauben, um sie zu erklären. Diese Kolonisation hat daher auch nicht zu einer Machtstcigerung des deutschen Staates geführt. Wie die Reickoregienmg, das Kaisertum, an ihr nicht beteiligt gewesen ist, so hat sie von ihr auch keinen Vorteil gehabt. Eher könnte man vom Gegenteil reden. Aber es siiw eine Reihe deutscher Territorien neu geschaffen worden; in anderen, die in der Hauptsache ihren überlieferten nationalen Charakter beibehielten, ertangte doch deutsche Art eine Bedeutung, die dem Gesmnlvolke nur zugute kommen konnte. Die Geltung der deutschen Sprache ward gewaltig gesteigert. Ter Perkehr hat eiueu mächtigen Aufschwung genommen. In den Kolonisationsgebieten hat die deutsche Hause ihren Ursprung gefunden; erst durch diese Erwerbuugeu ist deutsches Städtcwesen zu seiner mittelalterlichen Blüte gelangt. Ohne die mittelalterliche Kolonisation hätte unser Volk nie das werden können, was es zu Luthers Zeiten war. Die in den Kolonisntionsgebieten mögliche stärkere Entwicklung fürstlicher Macht hat sie auch zur Wiege der deutschen Großmächte geinacht. Österreich und Preußen sind auf Kvlonialbvden erwachsen, ebenso Sachsen, das so lange mit Preußeu konkurrierte.
19. Skandinavier und Italiener. Nationalitätenkämpfc.
Den stammverwandten Skandinaviern ist eine ähnliche Bewegung uicht ganz fremd geblieben. Sie haben eine späte, aber glorreiche Völkerwanderung erlebt, die einsetzte, als die ihrer südlichen Stammesgenossen schon längst in dauernder Seßhaftigkeit ihr Ende gefunden hatte. Sie faßten Fuß an den rüsten des fränkischen Reiches und auf deu britischen Juselu, zu vorübergehendem oder dauernden: Besitz. Island