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Kolonialgeschichte / von Dietrich Schäfer
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Außcriwlische Kolonisation.

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Sklaverei verkauft wurden, in Gebiete übergesiedelt, in denen man ihrer sicher zu sein glaubte. Nur in letzterem Falle konnte kolonisiert werden. Unter der Republik auf Voll's- beschluß, später unter Sulla uud Cäsar und unter der Kaiser­herrschaft aus Herrscherbefehl wurden Männer ernannt, die das Werk im einzelnen durchzuführen hatten (colcmias äsäucsi's). Die Besitzergreifung des neuen Gebiets erfolgte in militärischen Formen, und die Angesiedelten hatten vor alleu auderen Aufgaben die einer Besatzung, bestimmt, Roms Herrschaft zu sichern. Die so in Latium ausgesetzten römi­schen Kolonien haben Mannschaften hergeben müssen, um inmitten der übrigen Jtaliker Kolonien zu gründen, und diese, allmählich zuTogabürgern",Männern der Toga" umgewandelt, haben geholfen, das System auf die etruS tischen und gallischen Gebiete auszudehnen. Sogenannte ewige Bündnisse haben neben den Kriegen dazu gedient römischen Einfluß festzulegen, und ein planmäßig durch­geführtes Straßennetz mit den nötigen festen Plätzen hat die Behauptung des Erworbenen erleichtert. So macht die Entwickelung römischer Macht trotz zahlloser Krisen und Wechselfälle den Eindruck eines unaufhaltsam daherfließeu- den Strome?. Sie ist das großartigste geschichtliche Beispiel einer in einein Volkstum und Staatswesen durch Jahr­hunderte wirksamen, nicht immer gleichen, aber doch uu- verwüstlichen, unwiderstehlichen Kraft.

11. Außeritalische Kolonisation.

Seit dein glücklichen Ausgauge des Krieges mit Pyrrhus sind Kolonisierung und Aufnahme ins Bürgerrecht nach­drücklicher und mit weiter gesteckten Zielen betrieben worden. Die römische Handelspolitik hatte schon Verbindungen bis Ägypten und Rhodos geknüpft und versucht, den Karthagern in den Atlantischen Ozean zu folgen. Man konnte nicht