Ginleitung.
^Ils ich im herbste 1A)6 schwer krank von Südwestafrika zurückkehrte nnd ^conatelang in .Krankenhäusern und dem milden Klima Italiens Genesung suchen musste, da habe ich mir fest vorgenommen, nie mehr den Fuß in die Tropen zu setzen.
Allein laum fühlte ich mich wieder wohler, da kam auch schon das keimen nach der eigenartigen Vegetation, nach dem blauen Himmel und nach asrilanischer Freiheit.
^> bestätigte sich der alte Erfahrungssatz, daß es jeden, der einmal in unseren afrikanischen Kolonien gelebt hat, mit unwiderstehlicher Gewalt immer wieder dorthin zurückzieht.
^'in industrielles Unternehmen trat in den letzten Tagen des Juni 1907 mit dem Ansuchen an mich heran, eine Studienreise nach Ostafrika anzutreten, um eine geplante Gründung auf ihre Aussichten an Ort und Stelle zu prüfen.
Gern folgte ich diesem Anerbieten, denn die Aufgabe reizte mich und dann hatte ich ja Gelegenheit, den grauen Himmel des verflossenen nassen und kalten Sommers mit dem lachenden Blau des afrikanischen Himmels M vertauschen.
Die „leipziger Neuesten Nachrichten" hatten sich ungefähr um die gleiche ^eit an mich gewendet, ob ich als ihr Berichterstatter die Reise des Staatssekretäre ^ernbnrg mitmachen wolle. Ich verhehlte mir nicht, wie beschwerlich es sein würde nach anstrengenden Märschen in tropischer Hitze noch umfangreiche Berichte zu schreiben.
Der Umstand aber, daß die Leipziger Neuesten Nachrichten ein großes, angesehenes und sehr viel gelesenes Blatt sind, bestimmte mich zuzusagen, denn durch meine Berichte tonnte ich dazu beitragen die Kenntnis von unseren Kolonien in weite Kreise unseres Volkes zu tragen. Ich verband also die Studienreise mit der Berichterstattung. Zu bereuen habe ich meine