Teil eines Werkes 
4 (1913) Südwestafrika
Entstehung
Seite
80
Einzelbild herunterladen
 

^0

Siedlungen und Verkehr.

Zuständen einfach auf eine Berücksichtigung der bisher be­nutzten Verhältniszahlen verzichten und die absoluten Ausfuhr­werte der Erzeugnisse der Viehzucht während der letzten drei

Jahre beachten. Es wurde ausgeführt

in Mark

1908

1909

1910

Rinder .........

. 5 440

13 190

19 910

Kleinvieh........

, 1425

50 041

3 752

Sonstige Haustiere ....

17 712

81 340

Fleisch und Fleischwaren. .

3 705

22 603

Hörner.........

, 23 777

17 066

21 812

Häute von Haustieren . .

. 84 609

134 521

144 879

Wolle..........

. 18 911

25 886

76 329

Pflanzliche Nahrungsmittel

590

5 262

5 683

Summe

134 752

267 383

376 308

Wenn trotz der Notwendigkeit, zu große Schlachtungen zu vermeiden und zugleich das lebende Vieh nach Möglichkeit im Lande zu behalten, eine derartige Steigerung der Ausfuhr landwirtschaftlicher Herkunft möglich gewesen ist, so ergibt sich daraus mit genügender Deutlichkeit, daß man trotz schwie­riger Verhältnisse durchaus von einem Voranschreiten der Farmerei reden kann. Die Fleischausfuhr widerspricht keines­wegs dem oben Angeführten, denn sie diente nicht dem Export im engern Sinne, sondern der Verproviantierung von Schiffen. Die Abnahme der Kleinviehausfuhr von 1909 auf 1910 hat nichts mit einem Rückgang der Auszucht zu tun, wie Gegner des Schutzgebietes annehmen könnten, sondern sie ist lediglich die Folge einer durch im Lande herrschende Viehkrankheiten veranlaßten Ausfuhrsperre.

Siedlungen und Verkehr.

Kein anderes afrikanisches Schutzgebiet zeigt so eigenartige Formen der Siedlung wie das südwestafrikanische, oder ge­nauer gesagt wie dessen außertropischer Teil. Denn ihm fehl-