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^iildeckuligvgeschichte.
deren Natur der Forschung große und weltbewegende Probleine zu lösen aufgab. Das war iu jener großen Zeit, als die knhnen Seefahrer portugiesischen Stammes auf der Suche nach dem nach Indien führenden Wege auch in diesen Gewässern erschienen. Ein Kapitän der von Bartholomeu Diaz befehligten Schiffe, Diego Coao, hinterließ eine dauernde Erinnerung an jene unvergeßlichen Tage, indem er auf Kap Croß eine später auf Befehl des deutschen Kaisers ausgewechselte Säule errichtete. Dann aber blieb das heutige Schutzgebiet ein Vierteljahrtausend außerhalb des Jnteresseukreises selbst der späteren holländischen Herren der Kapkolouie liegen.
Erst in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts tauchen die ersten Europäer, darunter sogar wissenschaftliche Expeditionen, im Namalande auf und bringen schließlich Nachrichten selbst aus dem Süden des Hererolandes heim. Von Bedeutung wurde iudessen erst die Zeit der begiuueuden regelmäßigen Reisen im Lande, eigentlich in erster Linie durch die Rheinische Mission eröffnet wird. Vor dieser Periode ist vor allem der ersten größeren Entdeckungsreisen Zu gedeuken, der Fahrten des Engländers Alexander, der nicht nur den Süden, souderu auch als erster die uoch lauge uachher kaum wieder betretenen Gebiete am uutern und mittlern Kniseb durchzog (1836 uud 1837). Im Hererolande waren es die Wnuderuugeu Galtons und namentlich des schwedischen Jägers Andersson, die unsre Kenntnis bis über die Grenzen des heutigen Schutzgebietes hiuaus erweiterten. Mit ihnen beginnt das Bild des Landes in seinen Umrissen ans den Schleiern des Unbekannten herauszutreteu, das in sei- ueu Einzeiligen durch eiue Reihe vou tüchtig gebildeten Reiseudeu schnell weiter ergänzt wird, so von dem Engländer Chapman und von den deutscheu Missionaren H. Hahn und Rath Ende der fünfziger und Anfang der sechziger Jahre des vergaugeueu Jahrhunderte.