Das Elfenbein.
ir haben schon wiederholt angedeutet, welche große Rolle das Elfenbein in Afrika nach jeder Richtung hin spielt. Es ist der treibende Faktor aller großen Unternehmungen dort, seien es solche von Europäern, Arabern oder Eingeborenen ausgeführte.
Das Elfenbein bildet bekanntlich die großen Stoßzähne des Elefanten Mstas strik. I,.) Da diese Zähne ihren Sitz in dem Zwischenkieferknochen haben, so entsprechen sie den Schneidezähnen, nicht Eckzähnen, der Säugetiere. Sehr häufig hört man, so unglaublich es auch klingen mag, die Ansicht aussprechen, daß der Elefant seine Stoßzähne öfters abwerfe, etwa so wie der Hirsch jährlich sein Geweih. Das ist keineswegs der Fall, sondern der wurzellose Zahn wächst ununterbrochen, so lange das Tier lebt, und wird von einer sehr großen Pulpa aus ernährt. Von der Alveola ausgehend, füllt sie die spitz zulaufende Zahnhöhlung in drittel bis halber, selbst dreiviertel Länge aus. Es kommen außer den nur uach Gramm abzuwiegenden kleinen Milchzähnen, welche gewechselt werden, Zähne in jedem Gewicht bis zu 30, 60, selbst 80 und 90 1?A vor.
Der europäische Elfenbeinhändler unterscheidet nach Aussehen und Eigenschaften drei Arten von Elfenbein: das weiche, das harte oder transparente und das halbweiche Elfenbein, während der afrikanische diese Unterscheidung nicht kennt.
In Deutsch-Ostafrika ist der Elefant leider auf dem weitaus größten Gebiet so gut wie ausgerottet. Wir finden ihn nur am Kilimandscharo, im nördlichen Massailand, weniger im Norden und Nordosten des Nyassa und am meisten noch in den Ländern