Der Tanganika.
^in Zufall hat es gewollt, daß derjenige der innerafrikanischen Seen, der Tanganika, welcher am weitesten von der Küste entfernt ist, zuerst entdeckt wurde. Den Anstoß zu seiner Entdeckung haben Krapfs und Rebmanns Forschungen und Erkundigungen über die großen Seen des Innern gegeben. Sie veranlaßten die beiden englischen Kapitäne der ostindischen Armee Burton und Speke, unterstützt von der Regierung in Bombay, sich auf den Weg zu machen, um sich von dem Vorhandensein dieser großen Binnengewässer zu überzeugen. Schon in den Jahren 1854—55 hatten die beiden den allerdings vergeblichen Versuch gemacht, von Norden her in Ostafrika einzudringen. Erst als sie 1857 zum zweitenmal das Vorhaben in Angriff nahmen, sollte es ihnen glücken. In dem genannten Jahr, Mitte Juli, brachen Burton und Speke von Bagamojo auf und erreichten den See zuerst am 12. Februar eine kurze Strecke nordwärts von der Mündung des Malagarasi, des einzigen größeren Flusses, den der Tanganika aufnimmt. Zwei Tage später befanden sie sich in Ujiji. Damit war eines der größten geographischen Probleme zum Teil wenigstens gelöst.
In langgestreckter Form, einen Teil jener schon öfter erwähnten afrikanischen Erdspalte ausfüllend, verläuft die Hauptrichtung des Tanganika dementsprechend annähernd nordsüdlich. Die ganze Länge des Sees beträgt 630—650 lim. Die Breite wechselt zwischen 30—30 Km. Die Tiefe ist sehr beträchtlich und erreicht, so weit jetzt bekannt ist, 200—300 m.
Der Tanganika zeigt ein eigentümliches Phänomen, sein Steigen und Fallen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß diese Erscheinung in