Feld- und Gartenbau der Wanjamuesi.
^)as ganze Land Unjamuesi, von der Mgunda Mkali bis zum Tcmganika, von Usukuma am Viktoria-Njansa im Norden bis Ufipa im Süden ist, wie wir schon hörten, im großen und ganzen fast eben, uur hier und da von Hügelreihen oder einzelnen Granit- oder Gneiskuppen durchsetzt. Der Boden des ganzen Landes besteht im hervorragend größten Teil aus Latent. In den seichten Bodendepressionen und im Jnundationsgebiet der Regenbäche und -Flüsse — immer fließende Gewässer existieren im ganzen großen Unjamuesi nicht — liegt auf dem Latent zuweilen in einer mehr oder weniger mächtigen Schicht Schieferthon mit oft in großer Menge beigemischtem Glimmer. Dieser Thon ist hell ockerfarben, schmutzig grau bis graublau. Er hat immer einen weißlichen Strich und nimmt bei allen eben aufgeführten Farbenabstufungen an viel mit nackten Füßen betretenen Stellen eine blauschwärzliche fettglänzende Farbe an. Da dieser Thon überall Savannen, oder wie sie dort genannt werden, Mbuga, bildet, so soll im folgenden für diese Erde der Ausdruck Mbugaerde gebraucht werden. Schwarzer, fetter Humus, mit verwesenden Pflanzenresten, ist selten zu finden. In den schmalen Flußurwäldern kommt er nur da vor, wo eine größere Parzelle so liegt, daß das Wasser der austretenden Bäche und Flüsse nie fließend darüber gleiten kann und es so den Boden nicht hinwegzuschwemmen vermag. Das eben Gesagte gilt auch für den größten Teil des übrigen Deutsch-Ostafrikas, wo nicht Gebirge gen Himmel ragen.
Von Kies, Geröll und Trümmergestein ist der Boden nirgends nennenswert durchsetzt, und da die oben angeführten Bodenarten alle
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