Laliora.
^chon beim Betreten der Mgunda Mkali rufen sich die Träger auf dem Marsch zur Aufmunterung die Namen des Reiseziels Taborn gegenseitig zu, und in dem Maße wie man sich demselben nähert, wiederholt sich der Ruf immer häufiger. Wenn der Ruf Tabora den ermüdeten Träger anfeuert, so erscheint auch dem Europäer Tabora als das Gelobte Land, wo es endlich Ruhe, zu essen und vor allem viel zu trinken gibt, wo man sich nach wochenlangem Staub und Schmutz endlich wieder einmal ordentlich waschen kann, denn auf dem Marsch durch die berüchtigte Gegend ist jeder froh, wenn er genügend Wasser zum Trinken hat, und verzichtet für zehn bis zwölf Tage gern auf die süße Gewohnheit der täglichen Reinigung, auch wenn er in der Farbe durch Schmutz und Sonnenbrand seinen schwarzen Begleitern immer ähnlicher zn werden droht.
Mit Freuden begrüßen die Wanderer den Anblick der ersten Dörfer, welche bis auf drei Tagereisen Entfernung östlich von Tabora übrigens erst in den letzten Jahren errichtet worden sind, seitdem das Ruga-Ruga-Unwesen einiger berüchtigter Häuptlinge eingeschränkt worden ist. Eilig durchziehen die Karawanen diese Dörfer, die Träger beseelt freudige Zuversicht, denn in Tabora ist das Ende der Reise erreicht. Für den ermüdeten europäischen Wanderer hält Tabora auf den ersten Anblick und nach dem ersten Eindruck, was ihm oft von dem Gelobten Land der Wanjamuesi vorgesungen wurde. Um so eher, als nach den letzten Wochen die Ansprüche des Reisenden sehr bedeutend herabgestimmt sind. Schon der Anblick des weiten, sehr flachgedehnten Thales, der mit jungem Laub bedeckten, wenn auch spärlich vorhandenen Bäume und Büsche ist ein erquickender. Der herrliche Duft, den