Die Mgunda MKnli.
^)ie Mgunda Mkali ist ein Gebiet, welches alle Karawanen zwischen dem Tanganika und den mittleren Häfen der Ostküste durchwandern müssen. Es ist eine Busch- und Waldeinöde, ohne Wasser in der trockenen Zeit, aber zuviel in der Überschwemmungsperiode. Doch dies Zuviel dauert nur wenige Tage. Es fließt sehr schnell ab, wird vom Boden aufgesogen und verdunstet. Die Grenzen der Mgunda Mkali sind schwer zu bestimmen. Mau kann nur sagen, sie liegen zwischen Ugogo und Unjamuesi. Nordwärts verliert sie sich in Utaturu und Ukimbu, südwärts in Uhähä und Ukonongo. Die längste Richtung verläuft nordsüdlich. Die Breite ist ebenso schwer wie die Länge genau zu bestimmen. Als der Verfasser im Jahre 1880 durch das Gebiet hindurchwanderte, brauchte die Karawane volle neun Tage, um von der letzten menschlichen Ansiedelung in Ugogo die erste westwärts wieder zu erreichen. Auf dem Rückwege lagen zwischen den entferntesten Ansiedelungen auf fast genau demselben Wege nur fünf Tagemärsche. Es hatte eine teilweise Neu- besiedelung stattgefunden. Täglich marschiert man wenigstens acht bis zehn Stunden, um die Mgunda Mkali schnell zu passieren und die weit auseinander liegenden Wasserplätze zu erreichen. Die Mgunda Mkali war früher auf ihrer ganzen Ausdehnung bevölkert. Überall findet man Spuren alter Ansiedelungen, die Reihenfelder, welche noch viele Jahrzehnte sichtbar bleiben und große Granit- und Gneisreibsteine, die untrüglichen Zeichen alter Besiedelung. Die meisten Dörfer mußten nach Aussage der Eingeborenen wegen eintretenden Wassermangels aufgegeben werden. Die Ursache dieser Erscheinung können wir uns