Von Mpapua durch Agogo zur Mgunda MKali.
wischen dem Gebiete der Massai im Norden und Uhähä im Süden liegt das Land Ugogo. Ostlich begrenzt von Usagara, westlich von der sogenannten Mgunda Mkali. In einer Meereshöhe von 900—1000 m im Osten steigt es allmählich bis zu 1500 in im Westen an, indem sich dort an der Grenze der Mgnnda Mkali eine Terrassenerhebung vou 2—300 ro, aufbaut. Auf seiner ganzen Ausdehnung ist das Land flach.
Verlassen wir Mpapua auf dem alteu Karawanenwege, so führt der schmale Saumpfad bald in die hohen Granitberge von Tschunio, deren Hauptmasse rechts am Wege liegt. Kahle, oft grotesk geformte Kuppen, mit dürftiger Busch- und Baumvegetation, unter denen hauptsächlich Dorngewächse vorkommen, sind durchaus nicht geeignet, das Bild der Landschaft reizvoller zn machen, und wenn anch in der Regenzeit alles grünt und sproßt, so gewinnt man doch nicht den Eindruck von üppiger Vegetation. Die Karawanen verlassen meist im Juni und Juli die Küste und passieren Ugogo während der trockensten Zeit. Glühend brennt die Sonne dann auf die Felsen des Tschuniopasses, und wie aus einem Backofen strahlt die Hitze von den kahlen, Hellgran-, rosa- und hellvioletten Steinen zurück. Kein Bach, kein Rinnsal, das anch nur einen Tropfen Wassers znm Löschen des schrecklichen Durstes darböte. Müde und keuchend steigen die Träger langsam bergan, bis ein anstrengender Marsch von sieben bis acht Stunden die Paßhöhe erreichen läßt, Tschunio. An einem trockenen, von Felsgeröll und Treibsand erfüllten Bachbett, dessen Ufer stachliger Busch und krüppelige Bäume einsäumen, wird das Lager aufgeschlagen. Die meisten Träger