Die Karawane.
he wir den Leser bitten, nns von Mpapna aus jener alten nach Tabora und dem Tanganika führenden Straße nach dem Innern zu folgen, sei es uns gestattet, über die Znsammenstellung einer Karawane Aufschluß zu geben nnd eiueu Marschtag zu schilderu, wie er unter günstigen Verhältnissen verläuft.
Der Apparat einer Expedition, sei sie zu Handels- oder wissen- schaftlicheu Zwecken ausgerüstet, ist immer eiu sehr großer, so lange wir in Deutsch-Ostafrika noch keine Eisenbahnen habeu.
Geld kauu im Juuern uicht verwendet werden, an seine Stelle treten die Tauschwaren, welche ausschließlich auf deu Schultern von Menschen, von Trägern oder Pagasi geschleppt werden. Weder Pferde noch Kamele gibt es in Ostafrika, da sie dem Klima, dem Fieber erliegen und wegen Mangel an guten, geeigneten Futterkräutern zu Grnude gehen. Rinder, welche in Uhähä, Ugogo und Massai gezüchtet wurden, hat man bisher zu Transportzwecken noch nicht verwendet. — Die oben erwähnten Tauschwaren bestehen hauptsächlich aus Baumwollstoffen. Am meisten kommen zur Verwendung: Satini, weiß, zwei Aard Breite, dreißig bis sechsuudreißig Jard Länge, in einer Breite von einem Dard gefaltet, nicht gerollt, und dreifach zu 30 ein breiten Stückeu gelegt, sieben bis zehn engl. Pfund schwer, und an der Küste zwei bis zweieinhalb Dollar wert, ein solches Stück wird, aus welcher Art Stoff es bestehen mag, Gora oder Fora genannt; Merikani, weiß, schwerer und dauerhafter, ebeusobreit, dreißig bis vierzig °Dard laug, zehn bis zwölf Pfuud per Gora schwer uud drei bis dreieinhalb Dollar wert; Kaniki, indigoblangefärbte Banmwolle von verschiedener Qualität,