Der Stille Ozean.
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Volkes in dem weiten Reiche nach Belieben hin und her. An allen gefährdeten Grenzen sind heute Kosaken, die früher allein der südrussischen Steppe eigentümlich waren, selbst russifiziert, eine Hauptstütze russischer Macht. So füllten sich Sibirien und das Amurland mit russischen Bauern, halb aus freiem Willen, halb auf Geheiß des Zaren. Der gegenwärtige Zustand hemmt diese Tätigkeit. Niemand kann wissen, wie die tiefgreifenden Regierungsänderungen, die im Werke sind, in der nächsten Zeit wirken werden. Es ist möglich, daß sie Rußlands Geltung in der Welt vorübergehend mindern; daß sie ein dauerndes Zurücktreten dieses gewaltigen Reiches und Volkes zur Folge haben werden, ist wenig glaublich. Viel wahrscheinlicher ist, daß die in Aussicht stehende Teilnahme des Volkes an der Staatslenkung stärkere Impulse nach außen weckt, als die Zarenallmacht sie je kannte. Rußland ist so wenig für alle Zeiten vom Stillen Ozean zurückgedrängt, wie einst vom Schwarzen Meer, als es Asow wieder räumen mußte. Der beliebte Vergleich mit dem Koloß mit tönernen Füßen hat doch keinen anderen Wert als den einer Redewendung. Ob die neuen Regierungsformen, die sich ja im wesentlichen an abendländische Muster anschließen müssen, zur vollen Europäisierung des Landes führen werden, bleibt abzuwarten. Einstweilen steht dieses zahlreichste kaukasische Volk mit seinem gewaltigen, auch heute noch machtvollen Staate immer noch fremdartig im Kulturleben des Jahrhunderts; es ist in diese Stellung hineingewachsen wesentlich auf dem Wege der Kolonisation.
33. Der Stille Ozean.
Durch die jüngsten Ereignisse in Ostasien ist der Stille Ozean in eine ganz neue Periode seiner Bedeutung getreten. Eine weitere Großmacht ist an seinen Gestaden entstanden, und zwar eine Großmacht, die, soweit Landkrieg in Frage kommt,