Die Entwickelung der Dinge im fernen Osten und die Wahrung der deutschen Interessen.
(Mgedr. aus der „Münchener Allgein. Zeitnng" vom 11. März 1900.)
Bei der Erörterung der Flottenfrage ist die Nothwendigkeit einer Vermehrung unserer Seegeltung, die sich speciell ane der Verschiebung der Macht- und Besitzverhältnisse in Ostasien ergibt, nnr obenhin berührt worden. Und doch steht es nnszer Frage, daß die Veränderungen, die sich nicht uur ans der asiatischen Seite des Stillen Oceans vollzogen haben, sondern auch an allen Insten und länge dee ganzen Beckene diesem grossen unserer Meere schou vollziehen oder doch vorbereiten, durchaus dazu augethau siud, demselbeu für die gesaunute civilisirtc Welt den Werth und die Bedeutnug zu sichern, die bisher fiir Europa das Mittelländische Meer besaß.
Die Annexion des Hawaii'schen Archipels dnrch die Vereinigten Staaten, der Werth, deu diese letzteren aus die Er- lauguug eines Stützpunkte in Snmoa sdnrch die Erwerbung von Tutuila) gelegt haben und die Opser an Menschen und Geld, welche sie ans den Philippinen bringen, nin die Inseln zl> einein integrirettdetl Theil ihres Gebiets zu machen, lassen deutlich erkennen, welche Bedeutung das Eabinet von Washington den oft- asiatischen Angelegenheiten beimißt. Aber auch die öffentliche Meinnng in den Vereinigten Staaten beginnt fich der Wichtig-
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