Einkehr und Umkehr.
M'gedr. aus der „Finanz-Chronik" vvin 1. September 1900.)
Wenn Fürst Bismarcl das geflügelte Wort „Gelogen wie telegraphirt" nicht schon vor dreißig Iahren in die Welt hinaus gesendet gehabt hätte, so würde er da5 ganz gewiß aiw Veranlassung der chiuesischcu Wirren gethan haben, salls es ihm vergönnt gewesen wäre, dieselben zu erlebeu, deuu soviel wie bei dieser Gelcgeuheit nach der Richtung hin gesündigt worden ist, hätte selbst die üppigste Phantasie sich nicht vorzustellen gewagt. Tie Thatsache, daß der amtliche Verkehr mit Peking sast zwei Monate lang ganz unterbrochen uud der mit Nordchiun sehr beschränkt war, hatte der Einbildung^t'rast einiger Correspvudenten und ^riegM'richterstatter ein weites Feld geöffnet uud thuen gestattet gehabt, möglichst viel Uuheil anzurichten. Der Schmerz vieler Tausende nnd die Entrüstung vieler Millionen über die augebliche, mit allen Einzelheiten berichtete Niedermetzelung der in Peking eingeschlossenen Fremden ist unzweifelhaft anf die Rechnnng dieser Herren zu scheu, während die Berichte über die Hnnderttansende vvn Chinesen, die zwischen Tientsin und Peking ständen, über die nnpassirbarcnWcge zwischen diesen beiden Städten und die Hitze, die bis zum Herbst hinaus jede militärische Operation unmöglich mache, wohl einen Theil der Schuld darau tragen, daß deutsche Truppen an der Einnahme vvn Peking uud dem Entsatz ihrer dvrt belagert gewesenen ^andsleute nicht be- rheiligt gewesen sind. Und kaum ist die Verbindnng mit der