Vom chinesischen Hofe. )
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5eit Marco Polo seinen damals freilich etwam unglönbigen ^andmlenten die Pracht beschrieben, die in der Metten Hölfte des l.^i. Jahrhunderte ani Hose dem großen Khan zu Peking herrschte, ist mit dem Namen dem Kaisern oon China in sreilich etlvam unklarer Weise der Begriff unumschränkter Macht uud größter Herrlichkeit oerbuudeu geblieben. Die Berichte der katholischen Missionare ans dem 17. und 18. Iahrbnndert haben da- zn beigetragen, diesen Eindruck zu vermehren und das, wam über die bei der Zerstöruug des Sommerpalastes oon Nuen-miug-puen im Jahre 1860 dort ausgehänst geweseneu Schöbe in die ^effent- lichkeit draug, eriuuerte lebhost an die ungezählten Reichthümer, dereu Anblick die Wnnderlampe Aladinm erstaunten Augen verschaffte.
Wie em mit der ^nverlössigteit der Berichte dem Benetia- nerm und der Jesuiten ausgesehen haben inog, läßt sich jetzt schwer feststellen. Man sah vor zweihundert uud uoch mebr vor sechmhnndert fahren mit audern Augen alm bente, und Manchem, uuim damals alm unübertreffliche Pracht angestaunt wurde, mochte heute vielleicht uur eiu mitleidigem Röcheln ans den Kippen dem Beschouerm hervorrnseu. Auch die Schöbe an Gold, Perlen, edlen Steinen, Seidenstoffen und Pclzumaren, die im Sommerpalast gefuuden wnrden, diirften kaum mit denen zn vergleichen fein, die in den Schal.'.konunern dem Snlronm in
*) Abgedruckt 1894.