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Zeitfragen : die Krisis in Südafrika ; China ; Commercielles und Politisches ; Kolonial-Fragen / von M. von Brandt
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Die Krists in Südafrika.

M'gedr. aus derDeutschen Rundschau" vom Februar 1900.)

Pei der letzten Befprechuug der Trau^vaal-Frage an dieser stelle N'nrde der Besorgnis; Aufdruck gegeben, daß der Äu^brnch eines gewaltsamen Konflikte in Südasrika kaum noch zu ver­meiden sein würde. Diese Voraussetzung hat sich leider erfüllt. Die Verhandlungen, welche zwischen den beiden Regierungen schwebten, wurdet! am 25. September v. I. von England that­sächlich mit der Begründung abgebrochen, das; die Regierung von Transvaal den in der englischen Note vom 12. September enthaltenen Forderungen nicht zugestimmt lmbe. Diese Forde­rungen: Wahlrecht mich füuf Jahreu, eiu Viertel der iViitglieder de^ Volksraad^ sür die Goldselder, der gleichmäßige (Gebrauch der englischen und holländischen Sprache iui Volk^raad, (Gleich­stellung der alleu tiud ueueu Piirger bei der Wahl de^ Präsi- deutetl seieti, trotz der au^drilcklicheu Erkläruug der britischeu Regierung, daß sie in keiner Weise sich in die Unabhängigkeit der Südafrikanischen Republik zu mischeu beabsichtige, voraus­gesetzt, daß die Bediuguugeu, uuter deueu dieselbe gewahrt'wor­den sei, genan iuuegehalteu tvürdeu, nicht erfüllt worden. Die britische Regierung müsse es nuuniehr sür uuuvtchig ansehen, die seit vier Monaten schwebeudeu Unterhandlungen aus der bis­herigen Grundlage weiter zu sichren, vielmehr werde sie die Sachlage iu Erwäguug zieheu uud ihre eigeueu Vorschläge für die eudgültige Erlediguug der Frageu inacheu, die in Südafrika durch die von der Südafrikanischen Republik seit eiuer Reche von Jahreu audauerud verfolgte Haltuug hervorgerufen worden. Diese Erkläruug, verbuudeu mit deu iu England, in Indien und